{"t01-apar-0":"ERKLÄRUNGSHEFT ZU DEN Delmas-Hilfstafeln ❦ ERSTE REIHE","t01-apar-1":"TAFEL Nr. 1 Die Schule. — Das Gymnasium. — Das Klassenzimmer.","t01-tit-1":"Allgemeine Beschreibung.","t01-01-1":"1. — Diese Tafel zeigt ein **Klassenzimmer** in einem **Gymnasium**. In diesem Klassenzimmer stehen acht **Tische** (18) und acht **Bänke** (32) . Auf jeder Bank sitzen drei Schüler. Der **Lehrer** (7) sitzt auf einem **Stuhl** (8) hinter seinem **Pult** (6) .","t01-02-1":"2. — Links vom Pult steht ein **Schrank** mit Glastüren (15) . Rechts hängt die schwarze **Tafel** (1) mit dem **Tafellappen** (2) und der **Kreide** (3) .","t01-02-2":"Über dem Pult hängen die **Lehrtafeln** ( 9 , 11 , 12 ) und eine **Landkarte** (10) .","t01-03-1":"3. — Nicht alle Schüler sitzen auf ihrem **Platz** (17) . Johann (4) steht an der Tafel; er hält den Lappen und wischt die **geometrischen Figuren** weg.","t01-03-2":"Peter steht neben dem Pult; er sammelt die **schriftlichen Arbeiten** (5) ein und bringt sie dem Lehrer.","t01-04-1":"4. — Dieser Lehrer unterrichtet **moderne Fremdsprachen**. Er bringt den Schülern bei, fremde Sprachen zu sprechen, zu lesen und zu schreiben (**Deutsch**, **Englisch**, **Spanisch**, **Italienisch**, **Russisch** oder **Französisch**).","t01-05-1":"5. — Das Klassenzimmer ist sehr geräumig und sehr hell. In der Rückwand gibt es ein breites **Fenster**, zwei **Oberlichter** (78) und eine **Glastür** zum Lüften und für das Licht.","t01-05-2":"Kalt ist es hier nicht. In der Mitte steht zum Heizen ein sehr guter **Ofen** (46) mit seinem **Ofenrohr** (45) .","t01-05-3":"An der Wand sind **Kleiderhaken** (58) befestigt; daran hängen die Mützen und Mäntel der Schüler.","t01-tit-2":"Der Schulhof.","t01-06-1":"6. — Die **Uhr** (63) zeigt fünf nach neun.","t01-06-2":"Die **Pause** (76) ist gerade zu Ende, und der Unterricht fängt wieder an. Die Pause findet auf dem **Hof** (75) statt. Wir sehen ein paar Schüler beim Spielen. Ein **Aufseher** (74) hat sie im Blick.","t01-07-1":"7. — Auf dem Hof sehen wir noch andere Leute: den **Schulrat** (73) , den **Direktor** (71) und den **Konrektor** (72) .","t01-07-2":"Der Schulrat prüft die Schulen, der Direktor leitet das Gymnasium, der Konrektor beaufsichtigt den Unterricht.","t01-07-3":"Die vierte Person ist der **Pförtner** (77) . Er trägt unter dem Arm ein Heft, in das er die Fehlenden einträgt.","t01-08-1":"8. — Hinten auf dem Hof stehen die **Turngeräte** (70) und der **Handarbeitsraum** (69) .","t01-08-2":"Rechts auf der Tafel sehen wir schon die Säle für **Musik** und **Zeichnen**.","t01-tit-3":"Ausführliche Beschreibung.","t01-tit-4":"Die guten Schüler.","t01-09-1":"9. — In der ersten Bank rechts vom Pult sitzen **Heinrich** (*) , **Stefan** und **Karl**.","t01-09-2":"Heinrich ist sehr aufmerksam und fleißig; er hört dem Lehrer zu. Auf seinem Tisch liegen ein **Heft** (28) , ein **Buch** (29) , ein **Wörterbuch** (30) und ein **Federmäppchen** (31) . Sein Buch hat viele **Seiten**; jedes Kapitel enthält mehrere **Absätze**, und in jeder **Zeile** stehen viele **Wörter**.","t01-09-4":"Sein Nachbar Stefan (24) ist eifrig. Er schreibt sich die Aufgabe für das nächste Mal ins Heft. Er hat eine schöne **Handschrift**. Sein Buch ist zu. Wir sehen nur den **Einband** (27) . Neben ihm liegt sein **Zirkel** (26) .","t01-09-5":"Karl (23) hält sein Buch in der Hand; er schlägt es auf, um die Lektion zu wiederholen. Wie jeder Schüler hat er ein **Tintenfass** (25) vor sich. Er ist folgsam.","t01-10-1":"10. — Am Tisch daneben sitzen **Ludwig**, **Anton** und **Paul**. Ludwig sagt seine **Lektion** (22) auf und beantwortet die **Fragen** des Lehrers. Anton (21) ist sehr unaufmerksam; manchmal bestraft ihn der Lehrer sogar. Paul (20) ist ein guter **Kamerad**, freundlich und hilfsbereit. Er ist sehr aufmerksam.","t01-tit-5":"Die schlechten Schüler.","t01-11-1":"11. — Hinter Heinrich sitzt **Georg** (38) . Er ist kein böser Junge, aber er ist **geschwätzig**, unaufmerksam und zappelig. Sein **Leichtsinn** und sein **Ungehorsam** bringen **Unruhe** in die Stunde, und oft handelt er sich einen strengen **Verweis** ein. Sein **Schmierheft** (35) ist schmutzig, er macht mit seiner **Feder** (34) **Tintenkleckse** hinein und braucht deshalb ständig seinen **Radiergummi** (36) ; seine **Schulmappe** (33) ist zerrissen, weil er sehr nachlässig ist. Warum bringt er seinen **Federhalter** (37) in die Fremdsprachenstunde mit?","t01-11-2":"Sein Nachbar Edmund (39) mag ihn nicht. Er ist zwar ein bisschen faul, aber er ist still und sitzt ruhig da. Er schwatzt nicht; nur liest er, statt zuzuhören, lieber die **Geschichten** in seinem **Lesebuch**.","t01-11-3":"Der dritte Schüler dieser Bank ist **Ludwig** (40) . Er ist fleißig. Er schreibt auf ein weißes **Blatt Papier**. Vor sich hat er sein **Löschpapier** (41) gelegt.","t01-12-1":"12. — Die Schüler der zweiten Bank, links vom Lehrer, sind noch sehr jung. Der erste, der kleine **Emil**, kann noch nicht gut schreiben; er bringt seine **Schiefertafel** (42) , seinen **Griffel** und seinen **Schwamm** (43) mit.","t01-12-2":"Neben ihm sitzen **August** und **Bernhard** (44) . Der Letzte arbeitet gut, aber seine **Kleidung** ist sehr nachlässig.","t01-13-1":"13. — Hinter ihnen sitzen drei **Faulpelze**. **Albert** lernt seine Lektionen nicht. **Jakob** (47) schläft, statt zuzuhören. Seine **Faulheit** bringt ihm **Vorwürfe** und sogar **Strafen** ein. Und **Christian** (48) schließlich ist viel zu leichtsinnig. Er **benimmt** sich schlecht und gibt sich keine Mühe, sich zu bessern.","t01-14-1":"14. — Seine Nachbarn dagegen benehmen sich gut. **Ernst** (51) liebt **Ordnung** und **Sauberkeit**; er benutzt immer sein **Lineal** (50) und seinen **Bleistift** (49) . Er ist **Externer**.","t01-14-2":"**Franz** (52) ist **Internatsschüler**; er trägt die **Uniform** des Gymnasiums; er isst und schläft dort. Er ist ein guter **Kamerad**.","t01-14-3":"Moritz spitzt seinen **Bleistift** mit seinem **Taschenmesser** (56) ; er ist sehr sorgfältig.","t01-14-4":"Er bringt alle seine Bücher mit, seine **Grammatik** (55) , sein **Notizbuch** (54) und sogar eine **Schreibunterlage** (53) . Sein **Schulranzen** (57) steht hinter ihm auf dem Boden.","t01-14-5":"Die beiden hinteren Tische im Klassenzimmer haben die **guten Schüler** (19) besetzt.","t01-tit-6":"Zeichnen und Musik.","t01-15-1":"15. — Im **Zeichensaal** hängen schöne **Modelle** an der Wand, und von der Decke hängt eine **Lampe** (62) mit einem **Lampenschirm**. Der **Lehrer** (60) ist sehr geduldig; er verbessert die **Zeichnungen** (61) der Schüler und bringt ihnen bei, eine **Büste** (59) nach der Natur zu zeichnen.","t01-16-1":"16. — Der **Musiksaal** sieht sehr interessant aus. Dort lernt man **Noten** lesen, die **Töne der Tonleiter** (67) singen, die auf den **Notenlinien** stehen (do, re, mi, fa, sol, la, si = C. D. E. F. G. A. B.), die **Schlüssel** erkennen und schöne **Melodien** singen. Die Noten stellt man auf den **Notenständer** (65) . Einer der Schüler **spielt Klavier** (64) , und der **Musiklehrer** (66) **schlägt den Takt** (68) .","t01-17-1":"17. — Wir sehen schon eine Ecke des **Handarbeitsraums** (69) , wo die Jungen Holz hobeln und Eisen feilen lernen können. Nicht jedes Gymnasium hat einen.","t01-tit-7":"Der naturwissenschaftliche Saal.","t01-18-1":"18. — Der Mathematiklehrer unterrichtet die Schüler in **Geometrie**, **Arithmetik**, **Rechnen** und im **metrischen System**. Auf der Tafel sehen wir die wichtigsten geometrischen Figuren: den **Kreis** (a) , das **Quadrat** (b) , das **Dreieck** (c) , die **Linie** (d) .","t01-18-2":"Wir sehen auch eine **Rechnung**; es ist keine **Addition**, keine **Subtraktion** und keine **Multiplikation**: es ist eine **Division** (e) .","t01-19-1":"19. — Auf der Tafel des metrischen Systems unterscheiden wir: den **Meter** (a) , die **Waage** (b) und ihre **Gewichte**, den **Liter** (e) , den **Dekaliter** (f) , den **Deziliter** und den **Kubikmeter** (d) .","t01-19-2":"Die Schüler lernen auch **Naturkunde** (11) — Zoologie (a) , Botanik (b) , Geologie (c) — und **Geschichte** (12) .","t01-19-3":"Im Schrank stehen die Geräte für **Physik** (15) und für **Chemie** (16) .","t01-19-4":"Oben auf dem Schrank stehen: eine **Kugel** (14) , ein **Kegel** und ein **Globus** (13) .","t01-19-5":"Über den Tafeln hängt eine **Landkarte** mit den fünf Erdteilen: **Europa** (e) , **Asien** (g) , **Afrika** (f) , **Amerika** ( a b ) und **Ozeanien** (h) , und mit den beiden großen Ozeanen, dem **Pazifik** (c) und dem **Atlantik** (d) .","t02-apar-1":"TAFEL Nr. 2 Der menschliche Körper. — Pause. — Spiele.","t02-tit-0":"Der menschliche Körper. *(Eine einfache Naturkundestunde.)*","t02-01-1":"1. — Die wichtigsten Teile des menschlichen Körpers sind: der **Kopf**, der **Rumpf** und die **Gliedmaßen**.","t02-tit-1":"Der Kopf.","t02-02-1":"2. — Der Kopf besteht aus zwei Teilen: dem **Schädel**, der das **Gehirn** umschließt und von den **Haaren** bedeckt ist, und dem **Gesicht**.","t02-03-1":"3. — Auf unserer Zeichnung sehen wir weder den Schädel noch das Gehirn; die wichtigen Teile des Gesichts aber sehen wir sehr deutlich.","t02-04-1":"4. — Zuerst kommt die **Stirn**, die auf einen kräftigen Verstand und einen stets tätigen Geist schließen lässt. Die **Schläfen** sind sehr offen. Das **Auge** ist lebhaft und weit geöffnet. Eine dichte **Augenbraue** und lange **Wimpern** schützen es.","t02-05-1":"5. — Dann kommen die **Nase** und die **Nasenlöcher**. Mit der Nase riechen und atmen wir. Zu beiden Seiten der Nase liegen die **Wangen** und weiter außen die **Ohren**. Der untere Teil des Gesichts besteht aus dem **Mund** und dem **Kinn**.","t02-06-1":"6. — Sie sind kaum zu sehen, weil der **Schnurrbart** und der **Bart** sie verdecken. Wir wissen aber, dass der Mund die beiden **Lippen**, den **Oberkiefer** und den **Unterkiefer** mit ihren **Zähnen** und die **Zunge** enthält. Mit dem Mund sprechen und essen wir. Mit der Zunge schmecken wir unsere Speisen.","t02-07-1":"7. — Auge, Ohr, Nase und Mund sind, zusammen mit den Fingern, die Organe der fünf Sinne: **Sehen**, **Hören**, **Riechen**, **Schmecken** und **Tasten**.","t02-08-1":"8. — Der Kopf ist also einer der interessantesten Teile des menschlichen Körpers.","t02-tit-2":"Der Rumpf.","t02-09-1":"9. — Der **Hals** verbindet den Kopf mit dem Rumpf. Zu ihm gehören die **Kehle** und der **Nacken**.","t02-10-1":"10. — Auch im Rumpf liegen viele lebenswichtige Organe. In der **Brust** sind die **Lungen**, mit denen wir atmen, und das **Herz**, das der Mittelpunkt des Lebens ist. Wenn das Herz aufhört zu schlagen, stirbt das Lebewesen.","t02-11-1":"11. — Die **Rippen** stützen die Brust.","t02-12-1":"12. — Die übrigen Teile des Rumpfes sind die **Seite**, der **Rücken**, die **Schultern** und der **Unterleib** (der Bauch). Zum Schlafen legen wir uns auf die Seite oder auf den Rücken, und Lasten tragen wir auf der Schulter.","t02-13-1":"13. — Im Bauch liegen der **Magen** und der **Darm**. Sie verdauen unsere Speisen.","t02-tit-3":"Die Gliedmaßen.","t02-14-1":"14. — Wir haben vier **Gliedmaßen**: zwei **Arme** und zwei **Beine**. Mit den Armen nehmen, halten, heben und sammeln wir Dinge auf; mit den Beinen stehen, gehen und laufen wir.","t02-15-1":"15. — Die **Schulter** verbindet den Arm mit dem Rumpf. Ein sehr kräftiger **Muskel**, der Bizeps, bewegt den Arm, den der **Ellbogen** mit dem **Unterarm** verbindet. Das **Handgelenk** bildet das Gelenk der **Hand**, die in den **Fingern** und den **Nägeln** endet. Auf der Hand erkennen wir eine **Ader** (und eine Schlagader), in der das **Blut** fließt.","t02-16-1":"16. — Die Teile des Beins sind: der **Oberschenkel**, das **Knie** und die **Kniekehle**, die **Wade**, deren **Fleisch** von der **Haut** bedeckt ist, der **Knöchel** und der **Fuß**. Die **Knochen** des Beins sind sehr dick und sehr fest. Am Ende des Fußes sitzen die **Zehen**. Die übrigen Teile sind die **Sohle** und die **Ferse**.","t02-17-1":"17. — Das ist eine fast vollständige Beschreibung des menschlichen Körpers.","t02-17-2":"*Anmerkung.* — *Mit dem Satz „mir tut der ... weh (der Kopf, und so weiter)“ kann der Lehrer diesen ganzen Wortschatz noch einmal durchgehen, diesmal unter dem Gesichtspunkt der guten oder schlechten* **Gesundheit**.","t02-tit-4":"Turnen. *(Erzählt von einem der Schüler.)*","t02-18-1":"18. — Damit wir gelenkig, flink und gesund bleiben, müssen wir Beine und Arme üben. Deshalb spielen wir und **turnen** wir.","t02-19-1":"19. — Unter der Woche finden diese beiden Übungen auf dem Schulhof statt (siehe Tafel Nr. 1). Donnerstags und sonntags aber gehen wir hinaus auf eine große Wiese, wo wir Platz zum Laufen und zum Vergnügen haben.","t02-20-1":"20. — Unsere Lehrer und unsere Eltern kommen manchmal mit; die Übungen leitet aber der **Turnlehrer** (12) .","t02-21-1":"21. — Auf der Wiese, links vom Eingang, stehen die **Turngeräte** (1) : wir klettern die **Leiter** (2) hinauf, wir schwingen kopfüber an den **Ringen** (3) und am **Trapez** (4) , wir ziehen uns Hand über Hand bis an das obere Ende der **Strickleiter** (5) oder des **Knotentaus** (6) .","t02-22-1":"22. — Unterdessen springen unsere Freunde über das **Sprungpferd** (7) oder über den **Barren** (11) . Andere **boxen** (8) oder **fechten** (9) mit Maske und **Florett**. Wieder andere stemmen **Hanteln** (10) .","t02-tit-5":"Spiele.","t02-23-1":"23. — Rund um die Turner spielen Jungen und Mädchen die verschiedensten **Spiele**. Die Mädchen spielen mit ihrem **Reifen** (14) ; sie **springen Seil** (13) oder laden ihre Brüder und Vettern zu einer Partie **Krocket** (15) ein. Es macht ihnen große Freude, die **Kugel** des Gegners mit dem **Holzschlägel** wegzuschlagen, gerade wenn er glaubt, er komme mühelos durch das Tor!","t02-24-1":"24. — Die Jungen mögen kräftigere Spiele lieber. Gern **kegeln** (16) sie und werfen die Kegel mit der **Kugel** (17) sauber um. Sie verschmähen auch den **Kreisel** (18) und den **Fangbecher** (19) nicht, ja nicht einmal das **Tonnenspiel** (20) . Am liebsten aber spielen sie **Murmeln** (21) und **Wandball** (22) , weil die Mauer des **Gewächshauses** (26) sich zum Abprallen des leichten Balls hervorragend eignet.","t02-25-1":"25. — Der kleine Johann auf seinen **Stelzen** (24) ist sehr geschickt und hält das Gleichgewicht sehr gut. In seiner Nähe spielen ein paar Freunde in diesem Gewächshaus und hinter der **Hecke** **Verstecken** (25) . Andere spielen lieber **Handklatschen** (28) oder **Federball** (29) , der von einem **Schläger** zum anderen fliegt.","t02-26-1":"26. — In der Mitte der Wiese stehen zwei Bäume. Am Fuß des einen haben sieben oder acht Jungen eine Runde **Schulterbock** (30) (*) angefangen. Dieses Spiel kennt man nicht in jedem Land; was aber **Bockspringen** ist, weiß jeder, und gerade jetzt spielen die Kinder es nicht.","t02-tit-6":"Spiele im Freien.","t02-27-1":"27. — Auch **Blindekuh** (31) macht großen Spaß; Mädchen und Jungen binden sich abwechselnd die **Augenbinde** um und fangen die Ungeschickten, die sich fangen lassen.","t02-28-1":"28. — Mitten auf der Wiese wird ein sehr französisches Spiel gespielt, ein etwas grobes allerdings: der **Bär** (32) , viel lauter als das friedliche Spiel mit dem **Drachen** (33) oder gar als das englische **Tennis** (34) .","t02-29-1":"29. — Dieser letzte Sport ist die Freude der älteren Schüler. Sogar unsere Lehrer machen gern mit. Er verlangt viel Geschick und Beweglichkeit, und ich liebe ihn. Die **Schaukel** (35) überlasse ich den Mädchen.","t02-30-1":"30. — Auf ein anderes englisches Spiel, das leicht gefährlich werden kann, bin ich auch nicht scharf.","t02-30-1b":"Ich meine **Fußball** (36) , die Freude meines älteren Bruders. Mir ist unser altes **Barlauf** (38) lieber, genauso gesund und viel weniger brutal.","t02-tit-7":"Radfahren und Ballspiele.","t02-31-1":"31. — Ich fahre auch gern mit dem **Fahrrad** (37) um die Wiese herum.","t02-32-1":"32. — Nächstes Jahr lerne ich **reiten** (39) . Ein Pferd ist ein so schöner Anblick, wenn es anmutig schreitet oder trabt und im Galopp über die Hindernisse setzt!","t02-33-1":"33. — Im Sommer lernen wir **schwimmen** (40) . Wir tauchen und baden mit Vergnügen im klaren, kühlen Wasser des Flusses. Manchmal lassen wir zum Schluss einen **Papierballon** (41) steigen, der majestätisch in die Luft aufsteigt, sobald er mit heißer Luft gefüllt ist.","t02-34-1":"34. — Es gibt noch viele andere Spiele, aber ich käme mit dem Aufzählen nie zu Ende, und man sieht schon an diesem kurzen Bericht, dass die Donnerstage auf unserer Wiese alles andere als langweilig sind.","t02-34-2":"N.B. — *Der Lehrer kann dieses Kapitel leicht erweitern, indem er die wichtigeren Spiele einzeln genauer beschreibt.*","t03-apar-1":"TAFEL Nr. 3 Kindheit und Jugend.","t03-apar-2":"(Die Tafeln 3 und 4 sind so angelegt, dass sie in vier **Familienszenen** den wichtigsten Wortschatz zu **Wetter**, **Lebensalter**, **Familie**, **Kleidung** und **Gesundheit** bringen.)","t03-tit-1":"*Erste Szene.*","t03-tit-2":"Eine Taufe im Dorf.","t03-tit-3":"Frühling.","t03-c1-01-1":"1. — Es ist **Frühling**, im Monat **März**, **April** oder **Mai**, an einem Tag der **Woche** — **Montag**, **Dienstag** oder **Mittwoch**. Es ist **zehn Uhr** morgens.","t03-c1-02-1":"2. — Das **Wetter** ist schön, die **Luft** klar. Die Sonne scheint. Ein paar kleine **Wolken** (2) ziehen am blauen **Himmel** (1) herauf.","t03-c1-03-1":"3. — Die **Bäume** haben noch kaum **Blätter**. Die schlanken **Pappeln** (3) und die hohe **Platane** (17) tragen erst Knospen.","t03-c1-04-1":"4. — Die **Schwalben** (4) sind zurück und kreisen mit fröhlichem Geschrei um die **Turmspitze** (7) des **Glockenturms** (5) , der die **Dorfkirche** (6) krönt.","t03-tit-4":"Die Kirche.","t03-c1-05-1":"5. — Diese Kirche ist sehr schlicht, mit ihrem großen **Portal** (13) und ihrer großen **Uhr** (8) . Der kleine **Zeiger** (9) steht auf der X: er zeigt die **Stunden** an. Der **große** (10) steht auf der XII (Mittag); er zeigt die **Minuten** an.","t03-c1-06-1":"6. — Im Turm läuten die **Glocken** (11) fröhlich. Oben auf dem Dach steht ein kleines steinernes **Kreuz** (12) .","t03-c1-07-1":"7. — Die Kirche hat nicht nur ein großes **Portal** (13) , sondern auch eine kleine Seitentür. Durch diese Tür kommt der **Pfarrer** (15) in seiner **Soutane** aus der **Sakristei** (14) und geht zum **Pfarrhaus** (19) hinüber.","t03-c1-08-1":"8. — Neben ihm steht die **Milchfrau** (24) mit ihrem **Esel** (23) . Sie kommt aus der Stadt zurück, wo sie ihre gute Milch für die Kinder abgeliefert hat.","t03-tit-5":"Der Obstgarten.","t03-c1-09-1":"9. — Meister Grauohr (der Esel) ist mit diesem Morgenlauf ganz zufrieden. Mit Behagen atmet er die Luft ein, die nach den **Blüten** (20) duftet, die die **Obstbäume** (18) des benachbarten **Obstgartens** bedecken. Die **Pfirsichbäume** (18) und die **Aprikosenbäume** (19) stehen ganz in Rosa und Weiß und versprechen eine gute Ernte.","t03-c1-10-1":"10. — Unterdessen fliegen die kleinen **Bienen** (22) aus dem **Bienenstock** (21) dorthin und sammeln summend ihren süßen **Honig**.","t03-c1-11-1":"11. — Aber was ist da los? Die Dorfkinder kommen angerannt und scheuchen die erschrockenen **Gänse** (25) auseinander. Es ist der Zug, der nach der **Taufe** des Notarssohns aus der Kirche kommt.","t03-c1-12-1":"12. — Der kleine Jakob wacht in seiner **Wiege** (26) vom fröhlichen Geläut der Glocken auf, und seine Schwester Magdalene, die den Zug auch sehen will, bittet ihre Mutter, sie auf der Türschwelle zu kämmen und anzuziehen.","t03-c1-13-1":"13. — Die Mutter ist einverstanden. Sie setzt ihr **Kopftuch** (28) auf, zieht ihr **Mieder** (29) und ihre **Schürze** (30) an und setzt sich auf einen kleinen Stuhl vor die Tür. Magdalene hat nur ihren **Unterrock** (31) und ihr **Mieder** (32) an.","t03-c1-14-1":"14. — Wie glücklich sie ist! Sie vergisst ihre Lieblingsblumen, ihre **Nelken** (34) , auf denen sich die **Schmetterlinge** (35) niederlassen, ihre **Tulpen** (36) , ihre **Maiglöckchen** (37) in den **Töpfen** (38) auf der **Mauer** (33) und ihre **Rosen** (39) , die eine so schöne Hecke bilden. Sie schaut nur auf die schönen Kleider der Damen im Zug.","t03-c1-15-1":"15. — Die Dorfjungen achten wenig auf die Kleider. Sie stürzen vor und drängeln sich, um **Bonbons** (55) oder **Münzen** (52) zu bekommen. Einer von ihnen weint (40) .","t03-c1-16-1":"16. — Ein anderer ist dem **Hund** (42) auf die Pfote getreten; der läuft jaulend davon und verscheucht die **Henne** (43) mit ihren **Küken** (44) .","t03-tit-6":"Der Taufzug.","t03-c1-17-1":"17. — An der Spitze des Zuges geht die **Amme** (45) . Sie trägt eine schöne **Haube** (46) mit langen Bändern. Sie trägt das **Neugeborene** (47) , ganz in **Spitzen** (48) gekleidet.","t03-c1-18-1":"18. — Hinter der Amme kommen der **Pate** (49) und die **Patin** (53) . Sie verteilen die Bonbons und die Münzen. Der Pate hat **Handschuhe** (51) und einen **Zylinder** (50) . Die Patin hält einen schönen **Strauß** (54) in der Hand.","t03-c1-19-1":"19. — Dahinter sehen wir den **Onkel** (56) und die **Tante** (58) des Kindes. Die Tante hat einen eleganten **Hut** (59) , der Onkel einen schwarzen **Gehrock** (57) und eine weiße Weste. Dann kommen der **Vetter** (60) und seine **Base** (61) . Sie hält die **Schwester** (62) des Neugeborenen an der Hand, die kleine Bertha.","t03-c1-20-1":"20. — Berthas anderer **Bruder** (63) geht dahinter. Er gibt einem **Verwandten** (64) die Hand. Die **Freunde** (65) der Familie kommen zuletzt.","t03-tit-7":"Die Zuschauer.","t03-c1-21-1":"21. — Neben dem Zug stützt sich ein **Bettler** (66) auf seine **Krücke** (67) . Er bittet um Geld.","t03-c1-22-1":"22. — Auf der anderen Seite steht ein sehr **höflicher** (68) kleiner Junge. Er zieht die Mütze und wünscht den Leuten, die er kennt, einen **„guten Morgen“**.","t03-c1-23-1":"23. — Die Dorfbewohner sind aus ihren Häusern gekommen, um den Taufzug vorbeiziehen zu sehen. Wir sehen einen **Bauern** (69) mit seiner **Zipfelmütze** und neben ihm eine **Bäuerin** (70) . Dann eine **alte Frau** (71) , die sich auf ihren **Stock** (72) stützt. Zuletzt den **Müller** (73) mit seinem breiten **Filzhut** (74) und eine junge Bäuerin in **Holzschuhen** (75) , die ihrem Kind das Laufen beibringt.","t03-c1-24-1":"24. — Es ist eine sehr lebhafte Szene.","t03-tit-8":"*Zweite Szene.*","t03-tit-9":"Ein Feiertag.","t03-tit-10":"Wassersport und Regatta.","t03-c2-01-1":"1. — Der **Sommer** ist da. Die brennende Sonne des **Juni** (**Juli** oder **August**) lockt die jungen Leute zum Baden und zum Rudern.","t03-c2-02-1":"2. — Am rechten Ufer des Flusses ziehen sich die Ruderer aus, um am Wassersport und an der Regatta teilzunehmen.","t03-c2-03-1":"3. — Einer von ihnen zieht seine **Schuhe** (1) aus; er schnürt (knöpft) sie auf. Seine beiden Freunde sind schon fertig. Sie haben nur noch ihr **Trikot** (2) und ihre **Badehose** (3) an. Sie plaudern, während sie auf ihre Freunde warten. Sie reden vom Jahrmarkt und vom Fest am anderen Ufer.","t03-c2-04-1":"4. — Neben ihnen liegen auf dem Boden die **Kleider** ihrer Freunde: ein **Paar** **Stiefel** (4) , **Schuhe** (5) , **Socken** (6) , **Filz-** (7) und **Strohhüte** (8) und eine **Krawatte** (9) .","t03-c2-05-1":"5. — Einer der jungen Männer hat seine **Jacke** (10) sorgfältig zusammengelegt. Er legt sie auf ein Handtuch, in das sein Nachbar gleich beide **Anzüge** einwickeln wird.","t03-c2-06-1":"6. — Ein sechster Junge ist spät dran. Er hat noch seine **Mütze** (11) auf dem Kopf. Er hat weder sein **Hemd** (12) noch seinen **Kragen** (13) noch seine **Manschetten** (14) ausgezogen. Er hält seine **Weste** (17) in der Hand und trägt noch seine **Hose** (16) und seine **Hosenträger** (15) . Zum nächsten Rennen ist er sicher nicht bereit.","t03-c2-07-1":"7. — Neben den jungen Männern führt ein Weg zwischen **Disteln** (18) zum Fluss hinunter, wo der alte Jakob im **Schilf** (19) das **Feuerwerk** (20) vorbereitet, das am Abend abgebrannt wird.","t03-tit-11":"Das Rennen.","t03-c2-08-1":"8. — Auf dem Fluss sitzen ein paar Damen unter ihren Sonnenschirmen in einem **Ruderboot** (21) . Sie verfolgen das Rennen, das sehr spannend ist. In jedem **Rennboot** (22) ziehen vier **Ruderer** (24) mit aller Kraft, während der **Steuermann** (26) das **Steuer** (25) hält und das leichte Boot lenkt. Die **Riemen** (23) schlagen im Takt ins Wasser, und die leichten Boote fliegen mit schwindelerregender Geschwindigkeit dahin.","t03-c2-09-1":"9. — Ein paar junge Männer wetteifern neben dem Brückenpfeiler um den Preis des **Klettermasts** (28) . Einer von ihnen schiebt sich vorsichtig auf der federnden, glatten Stange vorwärts, um an das **Fähnchen** (29) am Ende zu kommen. Sein glückloser **Gegner** (30) ist ins Wasser gefallen. Er schwimmt ans Ufer zurück.","t03-c2-10-1":"10. — Ältere Burschen treiben **Wasserstechen** (32) neben dem **Kai** (33) . Eine große **Menge** (31) schaut all diesen Spielen zu, an die **Brüstung** der **Brücke** (27) gelehnt und dicht am **Ufer** gedrängt. Ein paar Zuschauer drehen sich allerdings um, um dem Spiel an der **Kletterstange** (45) zu folgen oder den **Zug des Bürgermeisters** auf dem Weg zur **Preisverleihung** zu bewundern.","t03-c2-11-1":"11. — Zuerst kommen ein paar **Gassenjungen** (35) , die der **Kapelle** (36) vorauslaufen; dann der **Bürgermeister** (37) , seine Beigeordneten und der **Gemeinderat** des Städtchens. Ganz zuletzt marschieren die **Feuerwehrleute** (38) .","t03-tit-12":"Der Jahrmarkt.","t03-c2-12-1":"12. — Auf dem **Festplatz** (39) drängt sich eine große Menge. Man kommt, um die verschiedenen **Buden** zu sehen: das **Karussell** (40) , den **Zirkus** (41) , wo die Vorstellung schon begonnen hat, und den **Tanzboden** (42) , wo die jungen Leute der Stadt sich am **Tanzen** freuen.","t03-c2-13-1":"13. — Ganz hinten sehen wir die **Arena** (44) , wo der tapfere spanische **Matador** gegen den wütenden **Stier** (45) kämpft; dann die **Achterbahn** (49) und die **Schießbude** (46) , wo man den Umgang mit **Schusswaffen** und das Schießen auf die **Scheibe** übt.","t03-c2-14-1":"14. — Gleich daneben steht das **Jahrmarktstheater** (47) , wo **Komödie** und **Drama** gespielt werden. Ganz in der Nähe steht die Bude des **Riesen** (48) und des **Zwerges**. Die **Größe** des einen beträgt zwei Meter fünfzehn; der andere ist kaum so groß wie ein Kind.","t03-c2-15-1":"15. — Zuletzt kommt die große **Menagerie** (50) mit ihren **wilden Tieren**, ihrem **Tiger** (51) mit den kräftigen **Krallen**, ihrem **Löwen** (52) mit der dichten **Mähne**, ihren beiden **Giraffen** (53) und ihrem **Elefanten** (54) , der seinen **Rüssel** so geschickt gebraucht.","t03-c2-16-1":"16. — Der **Bändiger** (55) , der diese Tiere abrichtet, steht an der Tür der Bude.","t04-apar-1":"TAFEL Nr. 4 Reifes Alter und Greisenalter.","t04-tit-1":"*Erste Szene.* Das Hochzeitsessen.","t04-tit-2":"Herbst.","t04-c1-01-1":"1. — Die jungen Leute sind groß geworden. Einer von ihnen, Johann, heiratet. Wir sind beim **Hochzeitsessen**, das die Familien der Braut und des Bräutigams um denselben Tisch versammelt.","t04-c1-02-1":"2. — Es ist **Herbst**, im Monat **September**. Der kalte Wind des **Oktober** und des **November** hat dem Land sein grünes Laub noch nicht genommen. Die Abendluft ist mild und duftet; deshalb wird unter der **Veranda** (8) , die auf den Garten hinausgeht, zu Abend gegessen.","t04-c1-03-1":"3. — In der Ferne, auf dem **Hügel** (3) , steht das Haus von Johanns Eltern, ein elegantes **Landhaus** (1) , das im Grün versteckt liegt; schöne Weinberge, die einen ausgezeichneten Wein geben, bedecken den Hang. Der Winzer pflegt sie.","t04-c1-04-1":"4. — Über den Reben zieht eine Kette **Rebhühner** (2) vorbei, aufgescheucht vom herannahenden **Förster** (5) . Er klopft mit dem **Gewehr** unter dem Arm und der **umgehängten Jagdtasche** die **Büsche** (4) mit seinem **Hund** (6) ab. Er wacht über das Gut und hält die Wilderer davon ab, das Wild zu vernichten.","t04-c1-05-1":"5. — Draußen an der **Veranda** klettert ein **Spalierweinstock**, an dem schwere **Trauben** (7) hängen.","t04-c1-06-1":"6. — Die schönen Herbstblumen, die den **Tisch** (16) schmücken, sind **Chrysanthemen** (9) ; der **Vater** (10) der Braut hat sich eine ins Knopfloch seines Fracks gesteckt.","t04-c1-07-1":"7. — Das Essen geht zu Ende. Der **Diener** (11) fängt an, die Nachspeisen aufzutragen, und wird gleich die Teile des Gedecks abräumen, die man nicht mehr braucht — **Löffel** (14) , **Gabeln** (12) , **Messer** (13) , **Schüsseln** (15) .","t04-tit-3":"Die Familie.","t04-c1-08-1":"8. — Alle sehen fröhlich aus, und das Lächeln, mit dem die **Mutter** (17) des Bräutigams ihre Kinder ansieht, zeigt, wie glücklich sie ist.","t04-c1-09-1":"9. — Diese Heirat verbindet zwei wohlhabende Familien der Gegend. Johann, der **Ehemann** (18) , ist der **Sohn** eines großen Gutsbesitzers und wird der **Schwiegersohn** eines erfolgreichen Fabrikanten.","t04-c1-10-1":"10. — Das **Paar** ist jung, und doch sind die beiden schon lange **verlobt**. Die **junge Frau** (19) , Martha, sieht bezaubernd aus in ihrem **weißen Kleid** mit den Orangenblüten.","t04-c1-11-1":"11. — Ihr **Schwiegervater** (20) freut sich über eine so liebe **Schwiegertochter**, und Johanns **Schwiegermutter** (21) lächelt, weil ihre **Tochter** so hübsch aussieht.","t04-c1-12-1":"12. — Am Ende des Tisches sitzen die übrigen **Gäste** (22) : **Verwandte**, **Freunde**, **Vettern**. Ein **Oberkellner** (23) bedient sie flink, die Serviette über dem Arm.","t04-tit-4":"Die Freunde.","t04-c1-13-1":"13. — Rechts am Tisch sitzt eine **junge Dame** (24) , eine **Freundin** der Braut, dann der **Bruder** der Braut, ihr **Trauzeuge** (25) . Er plaudert mit seiner **Brautjungfer** (26) , der Schwester des Bräutigams, die durch diese Heirat Marthas **Schwägerin** wird. Sie ist eine reizende junge Frau. Sie trägt schönen **Schmuck**, eine **Perlenkette** und ein goldenes **Armband**.","t04-c1-14-1":"14. — Neben ihnen steht ein Herr und hebt sein Glas: er ist ein **Freund** (27) der Familie und einer der **Trauzeugen des Bräutigams**. Er bringt einen **Toast** aus, trinkt auf die **Gesundheit** des jungen Paares und wünscht ihm ein langes Glück. Er ist festlich gekleidet: Frack und **Lackschuhe** (28) . Er führt die **Großmutter** (29) , die **Witwe** ist.","t04-c1-15-1":"15. — Der junge Mann im **Frack** (31) mit dem schmalen schwarzen Schnurrbart ist Johanns **Schwager** (30) . Er ist ein angesehener Ingenieur. Er sitzt neben einer sehr eleganten **jungen Dame** (33) , Marthas **älterer Schwester** und Mutter des lieben kleinen Mädchens, das am Arm seines Vetters kommt, um eine Blume zu bringen und **guten Abend** zu **wünschen**. Diese Dame hat sehr schöne **Ohrringe** und eine elegante **Frisur**.","t04-c1-16-1":"16. — Der kleine Vetter, der in seinem **Kittel** (36) und seiner weiten **Kniehose** (37) so komisch aussieht, tut einem leid. Er ist eine **Waise** (35) . Er hat Vater und Mutter sehr früh verloren. Sein Onkel ist sein **Vormund** (38) und ist ledig geblieben, um das arme Kind großzuziehen. Er ist ein guter Mann. Er hat eine kleine Glatze und ist sehr kurzsichtig; er trägt einen **Zwicker**.","t04-tit-5":"Die Nachspeise.","t04-c1-17-1":"17. — Hinter den Gästen ist auf einem Tisch mit einer **Decke** die **Nachspeise** (39) aufgebaut. In einer großen Schale liegt Obst: **Pfirsiche** (40) , **Birnen** (41) , **Äpfel** (42) , **Aprikosen** (43) und **Trauben** (44) . Daneben **Ananas** (45) , eine schöne **Torte** (46) , **Likörflaschen** (48) und **Champagner** (49) , und dazu Stapel sauberer **Teller** (47) .","t04-c1-18-1":"18. — Der **Weinkellner** (50) entkorkt eine **Flasche** (52) alten Weins mit einem **Korkenzieher** (51) . Der **Korken** (53) sitzt anscheinend sehr fest. Dieser Weinkellner hat eine **Serviette** (54) über dem Arm.","t04-c1-19-1":"19. — Nach dem Essen gehen die Herren in das Rauchzimmer hinüber, und die Damen machen sich für den Ball fertig.","t04-tit-6":"*Zweite Szene.* Großvaters Geburtstag.","t04-tit-7":"Der Besuch.","t04-c2-01-1":"1. — Zehn Jahre sind vergangen. Johanns Eltern sind alt geworden, und sie lieben ihre drei Enkelkinder sehr, zwei **Enkel** (2) und eine **Enkelin** (3) . Weil heute **Großvaters Geburtstag** ist, sind die Kinder gekommen, um ihm zu gratulieren.","t04-c2-02-1":"2. — Der kleine Peter ist noch sehr klein; er ist erst drei. Er sieht die **Katze** (1) auf sich zukommen. Er möchte ihr schönes, seidiges **Fell** und ihren langen **Schwanz** streicheln; dass unter diesen zierlichen **Pfoten** böse spitze Krallen sitzen, die ihn leicht kratzen könnten, kommt ihm gar nicht in den Sinn.","t04-c2-03-1":"3. — Seine Schwester Gabriele, die ihn an der Hand hält, ist viel ernster, und Marcel mit seinem großen **Mantel** (4) und dem ledernen **Gürtel** (5) sieht ganz wie ein kleiner Mann aus, trotz der kurzen Hose, unter der man seine **Strümpfe** (6) sieht.","t04-c2-04-1":"4. — Ihr Vater hat seinen dicken **Wintermantel** (7) mit dem **Pelzkragen** (8) angezogen, und in seiner **Tasche** (9) steckt ein Schal. Seine Frau trägt ihren Filzhut mit **Federn** (10) , ihre **Jacke** (11) , ihre **Pelzboa** (12) und ihren **Muff** (13) .","t04-c2-05-1":"5. — Es ist sehr kalt, jetzt wo der Winter da ist. Den ganzen Tag ist **Schnee** (19) gefallen, und die Dächer der Häuser sind ganz weiß. Mit der **Nacht** wird die Kälte noch schärfer. Am Himmel leuchten der **Mond** (17) und die **Sterne** (18) und durchdringen die **Dunkelheit**.","t04-tit-8":"Krankheit.","t04-c2-06-1":"6. — Der arme **Blinde** (20) , der vor der **Apotheke** (16) über den Platz geht, von seinem **Pudel** (21) geführt, ist sehr zu bedauern. Justine, das **Dienstmädchen** (14) , bringt aus der Küche eine **Schale** (15) sehr heißen, reichlich gesüßten **Kräutertee**.","t04-c2-07-1":"7. — Die **Großmutter** (23) , die sich ihre **Brille** (26) vom Tisch holen will, um das **Rezept** (27) zu lesen, das der **Arzt** (25) eben geschrieben hat, steht aus ihrem Sessel auf und stützt sich auf ihren **Stock** (24) .","t04-c2-08-1":"8. — Sie hat oft kleine **Beschwerden**, **Schwindelanfälle**, **Erkältungen** und **Zahnschmerzen**; ihre Beine sind schwach und ihre Augen nicht mehr sehr gut. Trotzdem neckt sie gern ihren alten **Arzt**, der ihr immer eine **Arznei** (28) verschreiben will. Heute freut sie sich sehr, ihre junge Familie um sich zu haben.","t04-c2-09-1":"9. — Das gut verschlossene Zimmer ist warm und behaglich. Im marmornen **Kamin** (29) brennt ein **prächtiges Feuer** (30) , und im weichen **Licht** der eben angezündeten **Lampe** (31) sitzt es sich gut.","t04-tit-9":"Der Großvater.","t04-c2-10-1":"10. — Sogar der **Großvater** (33) hat vergessen, dass er krank war, dass sein **Rheumatismus** ihn an den **Sessel** (34) fesselt und dass er erst gestern **Fieber und Ohnmachtsanfälle** hatte. Er denkt nicht mehr daran, dass er im letzten Winter eine **Lungenentzündung** hatte und dass ein harter, schmerzhafter **Husten** ihm sehr zugesetzt hat.","t04-c2-10-2":"Und doch hat er sich nur mühsam erholt. Jetzt geht es ihm ein wenig besser. Aber sein Bein, das er auf ein **Kissen** (38) auf einem kleinen **Schemel** (39) legt, tut ihm auch noch weh.","t04-c2-11-1":"11. — Wenn er sorgfältig in seinen warmen **Schlafrock** (35) mit den großen perlmutternen **Knöpfen** (36) gewickelt ist und die kleine **Waise** (40) in ihrer weißen **Haube**, ihrem blauen **Kleid** (42) und ihrem **Umhang** (41) neben ihm sitzt und ihm die Zeitung vorliest, dann klagt er nicht.","t04-c2-12-1":"12. — Jedes Jahr, wenn der **Kalender** (43) das **Datum** des ersten **Dezember** wiederbringt, wartet er ungeduldig auf seine **Enkelkinder**, weil er weiß, dass sie dieses wichtige **Datum** nicht vergessen werden.","t04-c2-13-1":"13. — Er erinnert sich gern an die fernen Tage, als er selbst dem glorreichen kaiserlichen **Marschall** gratulieren ging, dessen **Bildnis** (44) an der Wand hängt und der der **Urgroßvater** der Kinder ist.","t05-apar-1":"TAFEL Nr. 5 Das Haus und wie es gebaut wird.","t05-tit-1":"Eine glückliche Begegnung.","t05-01-1":"Johann. — Onkel, ich wüsste zu gern, wie ein **Haus** gebaut wird.","t05-01-2":"Der Onkel (80) . — Das ist nicht schwer, mein Junge. Komm mit, ich zeige dir das Haus, das Herr Bernhard (79) bauen lässt und in das ich einziehen werde.","t05-01-3":"Johann. — Und wer hat den **Plan** (76) für dieses Haus gezeichnet?","t05-01-4":"Der Onkel. — Der **Architekt** (75) ; er hat ihn sehr klar gezeichnet, er wurde genehmigt, und der **Bauunternehmer** (77) hat mit der Arbeit angefangen.","t05-01-5":"Johann. — Und wer ist der Unternehmer?","t05-01-6":"Der Onkel. — Herr Weiß, der Vater deines Freundes Jakob. Er führt die Arbeiter zusammen mit Herrn Roux, dem Architekten.","t05-01-7":"Sieh mal an! Da kommt Herr Weiß gerade im richtigen Augenblick mit seinem **Meterstab** (78) , und Herr Roux mit seinem Plan.","t05-01-8":"Guten Tag, die Herren. Wie geht es Ihnen?","t05-01-9":"Herr Roux. — Danke, sehr gut. Guten Tag, Johann; wie der Junge gewachsen ist!","t05-01-10":"Der Onkel. — Nicht wahr? Er ist schon ein kleiner Mann. Er ist sehr ernst; alles, was er sieht, will er erklärt haben. Heute möchte er wissen, wie ein Haus gebaut wird.","t05-tit-2":"Die Arbeiter.","t05-01-11":"Herr Weiß. — Dann komm mit, ich erkläre es dir gleich. Ich mag Kinder, die etwas lernen wollen.","t05-01-12":"Siehst du den Arbeiter mit der **Schaufel** (82) in der Hand: das ist ein **Erdarbeiter** (81) . Er hebt einen **Graben** (46) für die Wasserleitung aus. Er hat auch den Boden ausgehoben, auf dem das Haus steht, damit der Maurer die vier **Mauern** hochziehen konnte. Der Teil dieser Mauern, der im Boden steckt, heißt das **Fundament** (2) . Der Raum, den das Fundament umschließt, bildet den **Keller** (3) . Dieser Keller hat ein kleines Fenster, das **Luftloch** (5) heißt, eine **Tür** (4) und eine Treppe.","t05-01-13":"Der **Maurer** (108) hat dann die Mauern weiter hochgezogen und Öffnungen für die **Türen** (8) und die **Fenster** (17) gelassen.","t05-01-14":"Johann. — Aber ich sehe ihn ja gar nicht, diesen Maurer!","t05-01-15":"Herr Weiß. — Am Haus ist er fertig. Er ist drüben beim **Stall** (54) , oben auf seinem **Gerüst** (110) , und mauert die Wand des **Waschhauses** (56) .","t05-01-16":"Er hat eine Kelle, einen Mörtelkasten und ein **Senklot** (109) . Aber diese Namen wirst du nicht behalten.","t05-01-17":"Johann. — Doch, bestimmt, denn ich werde meinen Onkel um eine kleine Kelle und einen Mörtelkasten bitten, und ein Senklot mache ich mir selbst aus einem Stück Schnur.","t05-tit-3":"Die Baustoffe.","t05-01-18":"Der Onkel. — Sehr gut. Aber sag mal, Johann, was braucht man, um ein Haus zu bauen?","t05-01-19":"Johann. — Man braucht **Hausteine** (59) und **Mörtel** (65) .","t05-01-20":"Der Onkel. — Genau. Sieh dir den Mann mit dem großen Hut auf seinem **Karren** (136) an. Das ist ein **Fuhrmann** (135) . Jeden Tag bringt er **Steinblöcke** (60) hierher. Er lädt seinen Karren im Hof ab, und die **Steinmetze** (83) behauen die Blöcke und schneiden sie mit ihrer **Steinsäge** (85) . Ein **Handlanger** (146) trägt sie zum Maurer, der sie versetzt.","t05-01-21":"Unterdessen rührt der **Mörtelmischer** (87) den Mörtel an. Er braucht **Sand** (62) , **Kalk** (63) und **Wasser** (64) . Der Kalk steht neben ihm in einem **Sack** (71) ; ein **Maurergeselle** (111) bringt ihm den Sand in einer **Schubkarre** (112) , und der **Lehrling** (113) steht an der Pumpe (58) . Er füllt einen **Eimer** (114) . Der Mörtel ist bald fertig. Der **Mörtelträger** (107) nimmt ihn und trägt ihn die Leiter hinauf auf das Gerüst, wo ein Maurer diese Seite des Hauses fertig macht.","t05-01-22":"Und jetzt, wie heißt der Arbeiter, der das **Dach** (31) macht?","t05-01-23":"Johann. — Das ist der **Dachdecker** (118) .","t05-tit-4":"Das Dach des Hauses.","t05-01-24":"Herr Weiß. — Ja, aber zuerst kommt der **Zimmermann** (115) .","t05-01-25":"Der Zimmermann macht den **Dachstuhl** (35) . Er verbindet die **Balken** (37) mit **Holznägeln** (117) . Die Arbeiter da oben, in ihren weiten Samthosen, sind Zimmerleute. Der eine hält einen kleinen Balken, und der andere schlägt mit seinem **Beil** (116) einen Holznagel zurecht. Der neben dem **Schornstein** (41) ist der Dachdecker. Er nagelt Latten auf die **Deckenbalken** (*) und **Schiefer** (66) auf die Latten. Manchmal deckt er auch mit Ziegeln.","t05-01-26":"Das Dach des Stalls ist mit **Ziegeln** (55) gedeckt, das des Hauses mit **Schiefer** (32) , und das der Veranda ist aus **Zink** (24) .","t05-01-27":"Johann. — Macht der Dachdecker auch die Zinkdächer?","t05-01-28":"Herr Weiß. — Nein, das ist der **Zinkarbeiter** (121) oder der **Klempner**, der da ein **Dachfenster** (38) in das Dach des Hauses einsetzt. Er legt auch die **Dachrinnen** (43) und die **Fallrohre** (42) . Er lötet das Zink und das Weißblech. Er ist es auch, der den **Blitzableiter** (40) und die **Wetterfahne** (39) auf dem **Giebel** (36) befestigt hat.","t05-01-29":"Johann. — Ist das Haus dann fertig?","t05-tit-5":"Das Werkzeug.","t05-01-30":"Herr Weiß. — Nicht ganz. Der **Gipser** (99) mauert mit **Ziegeln** (61) die Wände, die es in die einzelnen Zimmer teilen. Er trägt **Gips** (70) auf die **Decken** (26) und auf die Wände auf. Gerade jetzt arbeitet er an der Decke der **Veranda** (33) . Wie der Maurer hat er eine **Kelle** (100) und einen **Mörtelkasten** (101) .","t05-01-31":"Dann macht der Schreiner die Türen, die Fenster, die **Fußböden** (16) und die **Fensterläden** (19) .","t05-01-32":"Gerade jetzt arbeitet er im Hof an seiner **Hobelbank** (90) . Er hat eine **Säge** (94) , um das **Holz** (69) zu schneiden, einen **Hobel** (91) , eine **Schraubzwinge** (92) , ein **Stemmeisen** (94 *bis*) , einen **Zirkel** (95) und einen hölzernen **Klüpfel** (95 *bis*) .","t05-01-33":"Johann. — Oh, Schreiner ist ja noch schöner als Maurer. Onkel, kaufst du mir eine Hobelbank, eine Säge und einen Hobel? Ich will eine Hundehütte für Medor bauen.","t05-01-34":"Der Onkel. — Ja, mein Junge.","t05-01-35":"Johann. — Danke schön! Und wer ist der Mann da vorn an der Haustür?","t05-tit-6":"Der Anstrich.","t05-01-36":"Herr Weiß. — Das ist ein **Maler** (102) . Er steht auf seiner Leiter mit einem Topf **Farbe** (103) und seinem **Pinsel** (104) . Er streicht das Holz der Haustür an, damit es länger hält.","t05-01-37":"Er ist es auch, der in den Zimmern die Tapeten klebt.","t05-01-38":"Der **Tapezierer** (107) auf einer **Leiter** (106) , draußen auf dem **Balkon** (28) , bringt eine **Markise** (29) an.","t05-01-39":"Der Arbeiter am großen Fenster ist der **Glaser** (96) . Er setzt die **Scheiben** (18) mit **Kitt** (73) ein. Der andere Arbeiter, der an der Kellertür kniet, ist ein **Schlosser** (97) . Er setzt ein **Schloss** (6) ein. Seine **Feile** (98) liegt neben ihm.","t05-01-40":"Johann. — Ist der Mann, der da mit seinem **Hammer** (84) auf ein Stück Eisen schlägt, auch ein Schlosser?","t05-01-41":"Herr Weiß. — Nicht ganz — er ist ein **Schmied** (125) . Er schmiedet **Eisenwerk** (67) für den **Elektriker** (124) , der auf dem Dach der **Remise** (51) steht. Er hat eine **Esse** (126) , einen **Amboss** (127) und eine **Zange** (128) .","t05-01-42":"Der Elektriker befestigt den **Kupferdraht** (44) des Telefons.","t05-tit-7":"Die Gartenarbeit.","t05-01-43":"Der Onkel. — Hinten im **Hof** (45) , neben dem **Gitter** (47) und dem **Einfahrtstor** (48) , siehst du den **Gärtner** (129) . Er macht den kleinen **Garten** (49) fertig. Er hat die Erde mit seinem **Spaten** (131) umgegraben, er sät und harkt mit dem **Rechen** (130) . Dann wird er mit seiner **Gießkanne** (132) die **Beete** (50) gießen, und die Pflanzen werden wachsen.","t05-01-44":"Der **Stallknecht** (133) , der gerade das Pferd versorgt und gefüttert hat, putzt den **Wagen** (52) mit einem Schwamm, einer **Handpumpe** (134) und einem Eimer Wasser. Dann wird er ihn in die Remise stellen und die Tür mit dem schweren **Riegel** (53) verschließen.","t05-01-45":"So, jetzt bist du hoffentlich zufrieden; Erklärungen hast du genug bekommen.","t05-01-46":"Johann. — Ja, Onkel, aber ich würde das Haus gern auch von innen sehen.","t05-01-47":"Der Onkel. — Das hat Zeit bis morgen. Herr Roux wird dir den Plan erklären und dir sagen, wie jedes Zimmer heißt.","t05-tit-8":"Die Einteilung des Hauses.","t05-apar-2":"*(Siehe den Plan.)*","t05-01-48":"Der Architekt. — Komm, Johann, ich führe dich durch die verschiedenen Teile des Hauses.","t05-01-49":"Gehen wir ins **Erdgeschoss** (7) . Hier ist der Knopf der **Klingel** (11) . Wir steigen die drei **Stufen** (14) der **Freitreppe** (9) hinauf, wir überschreiten die **Schwelle** (10) der **Haustür** (8) , und schon stehen wir am Fuß der **Treppe** (13) .","t05-01-50":"Johann. — Das ist der Gang.","t05-01-51":"Der Architekt. — Nein, das ist die **Diele** (12) . Der **Gang** (a) ist ganz hinten. Rechts liegen der **Salon** (b) und das **Esszimmer** (c) ; dem Esszimmer gegenüber die **Küche** (d) und die **Anrichte** (e) ; dann, nach vorn hinaus, das **Arbeitszimmer** (f) . Die **Veranda** (23) mit ihrer **Glastür** (25) liegt neben dem Salon.","t05-01-52":"Jetzt gehen wir die Treppe hinauf. Halt dich am **Geländer** (15) fest und zähl die Stufen. Es sind vierzehn. Hier ist der **Treppenabsatz** (m) : wir sind im ersten **Stock** (27) .","t05-tit-9":"Der erste Stock.","t05-01-53":"Der Treppe gegenüber liegen der **Abort** (20) und das **Ankleidezimmer** (j) . Rechts ein schönes **Schlafzimmer** (g) mit zwei Fenstern zur **Vorderseite** (1) des Hauses. Links das **Badezimmer** (1) und das **Gästezimmer** (i) mit einem großen **Alkoven** (h) . Neben dem Schlafzimmer liegt das **Kinderzimmer** (k) . Es geht auf eine breite **Terrasse** (21) hinaus. Unter dieser Terrasse liegt ein zweiter Abort (20) , und an der Wand hängt die **Glocke** (22) , die zum Essen läutet.","t05-01-54":"Johann. — Gehen wir hinauf in den **zweiten Stock**.","t05-01-55":"Der Architekt. — Einen zweiten Stock gibt es nicht. Unter dem Dach sind nur **Dachkammern** (33) und der Speicher (34) . Das ist der ganze Rundgang — wir können wieder hinuntergehen.","t05-01-56":"Johann. — Danke, mein Herr, das war wirklich interessant. Ich erzähle meinem Vater alles, was ich gesehen habe.","t06-apar-1":"TAFEL Nr. 6 Das Haus von innen, Möbel, Essen, Licht.","t06-apar-2":"Das Haus ist fertig. Johanns Onkel ist in sein neues Heim gezogen, dessen Einteilung wir schon kennen. Sehen wir uns an, wie er es eingerichtet hat. Zuerst besuchen wir:","t06-tit-1":"Das Schlafzimmer.","t06-c1-01-1":"1. — Wir kommen ungelegen: das Mädchen macht gerade das **Zimmer** sauber.","t06-c1-02-1":"2. — Auf dem **Waschtisch** (1) liegen verstreut die Dinge, mit denen man sich wäscht, kämmt und fertig macht. Es sind die **Waschschüssel** (2) und der **Wasserkrug** (3) , die **Haarbürste** (4) , der **Kamm** (5) , die **Seife** (6) und der **Schwamm** (7) , und zuletzt ein **Fläschchen** (8) Mundwasser.","t06-c1-03-1":"3. — Auf dem Boden, vor dem Waschtisch, steht der **Eimer** (9) für das schmutzige Wasser.","t06-c1-04-1":"4. — Im **Vorraum** (10) sehen wir ein paar **Kleiderhaken** (13) und zwei **Schirme** (11) im **Schirmständer** (12) .","t06-c1-05-1":"5. — Auf der anderen Seite der Tür steht der **Spiegelschrank** (14) , in dem die **Wäsche** (15) liegt.","t06-c1-06-1":"6. — Während das **Hausmädchen** (16) das **Bett** (17) macht, sehen wir uns seine Teile an. Das **Bettgestell** (20) trägt eine gute **Sprungfedermatratze** (21) , auf die Justine gleich eine wollene **Matratze** (22) legen wird. Dann nimmt sie von den Stühlen die beiden **Laken** (23) und die **Decke** (24) . Dann legt sie ans Kopfende die **Nackenrolle** (25) und das **Kopfkissen** (26) , die mit dem **Federbett** (27) auf dem **Bettvorleger** (32) liegen. Sie geht mit dem Staubwedel über die **Vorhänge** (19) und den **Betthimmel** (18) , und ein Teil der Arbeit ist getan.","t06-c1-07-1":"7. — Dann wird sie noch den **Nachttisch** (28) ein wenig aufräumen, den **Wecker** (29) aufziehen, das **Nachtlicht** (30) zurechtmachen und die **Kerze** (31) wegnehmen, um den Leuchter zu putzen.","t06-tit-2":"Der Nähkorb und das Kamingerät.","t06-c1-08-1":"8. — Auch der **Nähkorb** (34) neben dem **Schemel** (33) muss dringend aufgeräumt werden. Sie wird die **Stickerei** (35) zusammenlegen müssen, in den **Nähtisch** (38) den **Fingerhut**, das **Garn** (36) , die **Nadeln** (37) und die **Schere** (39) räumen und den Deckel des Tisches mit dem **Schlüssel** (40) abschließen.","t06-c1-09-1":"9. — Auf dem **Rundtisch** (41) in der Mitte wird Justine das Wasser in der **Karaffe** (42) wechseln. Sie wird **Zucker** in die **Zuckerdose** (43) füllen, die **Zuckerzange** (44) putzen und die **Kleiderbürste** (46) wegräumen.","t06-c1-10-1":"10. — Die rechte Seite des Zimmers macht ihr weniger Arbeit, weil die **Chaiselongue** (47) und ihr **Kissen** (48) am richtigen Platz stehen und weil bei dem **Kamin** (49) nichts verrückt worden ist, da es nicht kalt ist. **Schaufel** (50) , **Zange** (51) , **Feuerböcke** (55) und **Aschenschirm** (56) sind sauber; der **Ofenschirm** (54) steht unverrückt, und der **Holzkasten** (52) ist gut mit **Brennholz** (53) gefüllt.","t06-c1-11-1":"11. — Sie wird noch die **Kaminuhr** (57) , die **Leuchter** (58) und die **Nippschalen** (59) abstauben und dann den **Spiegel** (60) putzen.","t06-c1-12-1":"12. — Die **Wiege** (61) des Babys (des babo (*) ) ist schon fertig.","t06-tit-3":"Der Salon.","t06-c2-01-1":"1. — Jetzt der Salon. Es ist ein sehr schönes **Zimmer**. Der Kamin in der rechten Ecke ist mit einer zierlichen **Statuette** (1) und zwei schönen **Vasen** (3) geschmückt und mit einer samtenen **Schabracke** (2) (*) behängt.","t06-c2-02-1":"2. — Damit die Funken vom Herd den Teppich nicht anzünden, ist ein kupferner **Funkenschirm** (4) davorgestellt.","t06-c2-03-1":"3. — Daneben steht offen ein eleganter **Damensekretär** (5) . Dort schreibt die **Hausherrin** (23) ihre Briefe.","t06-c2-04-1":"4. — Das Fenster ist mit **Stores** (6) bekleidet, die von **Raffhaltern** (8) an den **Haken** (7) zurückgehalten werden, und mit schweren Stoffvorhängen, über denen ein **Volant** (9) sitzt.","t06-c2-05-1":"5. — In der Fensternische trägt ein **Blumenständer** (11) eine grüne **Pflanze** (10) , eine prächtige Palme, deren Blätter fast bis an die **Petroleumlampe** (12) reichen.","t06-c2-06-1":"6. — Den **Lampenschirm** (13) hat Maria gemacht, die reizende **junge Dame** (14) am **Klavier** (15) . Sie sitzt sehr gerade auf dem **Hocker** (16) und übt ein Stück. Sie ist sehr geschickt und sehr ordentlich, wie ihr **Notenschrank** (17) zeigt: er ist in bester Ordnung.","t06-tit-4":"Der Lausbub.","t06-c2-07-1":"7. — Ihr Bruder Paul sucht ein **Buch** (19) im **Bücherschrank** (18) . Er ist ein **Junge** (20) , der unruhig und ganz unerträglich ist. Er hängt sich an den Schrank, um an das Buch zu kommen, das zu hoch steht, und läuft Gefahr, die **Büste** (21) obendrauf herunterzureißen.","t06-c2-08-1":"8. — Damit kommt er nur durch, weil seine Mutter gerade mit einer Freundin spricht, einer **Dame** (22) , die für ein paar Tage zu Besuch gekommen ist. Die Mutter sitzt auf dem **Sofa** (24) neben dem **Sessel** (25) , und ihre Freundin auf dem **Stuhl** (27) , von dem wir nur die **Lehne** (26) sehen.","t06-c2-09-1":"9. — Der große **Rahmen** (30) an der Wand enthält das **Bildnis** (29) eines Verwandten. Im **Album** (32) auf dem Tisch sind die **Fotografien** (33) der übrigen Familie gesammelt. Die Kinder haben eben darin geblättert: die **Stühle** (31) stehen noch um den Tisch herum.","t06-c2-10-1":"10. — Die porzellanene **chinesische Vase** (34) neben dem **Brieföffner** (35) hat Maria zum Namenstag bekommen, und den **Wandschirm** (36) , der die Ecke des Zimmers füllt, hat ihr Onkel aus China mitgebracht.","t06-c2-11-1":"11. — Mit den schönen **Bildern** (37) an der **Wand** (42) und dem **Kronleuchter** (38) an der Decke, dessen **elektrische Lampen** (39) abends so heiter leuchten, sieht dieser Salon sehr freundlich aus. Der weiche **Teppich** (40) auf dem Boden und die **elektrische Klingel** (41) , die so praktisch ist, machen ihn vollkommen behaglich.","t06-tit-5":"Das Esszimmer.","t06-c3-01-1":"1. — Es hat zum Essen geläutet. Die ganze Familie, außer Maria, sitzt um den Tisch. Das Esszimmer wird von einem ausgezeichneten **Kachelofen** (1) mit einem schlanken **Ofenrohr** (2) angenehm gewärmt.","t06-c3-02-1":"2. — In diesem Zimmer steht nicht viel. An der Wand, über dem **Schemel** (4) , hängt ein zierlicher kleiner **Wandbrunnen** (3) . Daneben steht die **Anrichte** (5) , auf der die kalten Speisen, die Nachspeisen und das Geschirr abgestellt werden, das man im Augenblick nicht braucht.","t06-c3-03-1":"3. — Auf dem oberen Bord sehen wir daher ein **Brathähnchen** (7) , einen **Fisch** (8) und eine **Schale** (10) mit **Obst** (9) . Darunter der **Käse** (11) , das **Brot** (12) und die **Menage** (13) , die alles enthält, was man für den Salat braucht: das Öl, den Essig, das **Salz** (14) und den **Pfeffer** (15) . Auf dem untersten Bord schließlich steht ein **Kuchen** (17) neben dem **Senftopf** (16) .","t06-c3-04-1":"4. — Die Uhr des Esszimmers, die man **Wanduhr** (20) nennt, hat eine sehr ungewöhnliche Form. Sie sitzt in einem hölzernen Rahmen, der auch ein **Barometer** (19) und ein **Thermometer** (18) trägt.","t06-tit-6":"Das Abendessen wird aufgetragen.","t06-c3-05-1":"5. — Rings um das Zimmer sind die Wände mit einer **Holztäfelung** (21) aus gewachster Eiche verkleidet. Ein stoffener **Türvorhang** (22) schließt die Tür zur Veranda leidlich ab. Dorthin geht die Familie nach dem Essen zum Kaffee. Die **Tassen** (24) und **Untertassen** (25) stehen schon auf dem **Geschirrschrank** (23) bereit.","t06-c3-06-1":"6. — Über dem Tisch ist eine **Hängelampe** (26) an der Decke befestigt; ihr sehr helles Licht füllt abends das ganze Esszimmer.","t06-c3-07-1":"7. — Sehen wir uns jetzt den **Esstisch** (27) selbst an. Als die Familie hereinkam, war der Tisch gedeckt. Auf dem **Tischtuch** (28) lagen an jedem Platz ein **Teller** (33) , eine **Serviette** (29) , ein **Löffel** (34) , eine **Gabel** (35) , ein **Messer** (36) und ein **Glas** (32) . Dazu **Flaschen** (30) für den Wein und eine **Karaffe** (31) für das Wasser.","t06-c3-08-1":"8. — Der **Diener** (39) hat zuerst die **Suppenterrine** (37) hereingebracht, in der noch Suppe dampft. Jetzt trägt er den ersten **Gang** (38) auf, ein Fleischgericht. Dann reicht er die schon genannten herum; und wenn die Herrschaft nach dem **Nachtisch** auf die Veranda hinübergegangen ist, räumt er den Tisch ab und bringt das Esszimmer wieder in Ordnung.","t06-c3-08-2":"*Anmerkung.* — *Die alltäglichen Wörter rund um das Essen sind hier nur im Umriss angegeben. Die Liste wird auf den beiden Tafeln „Das Hotel“ (Nr. 13) und „Der Markt“ (Nr. 15) vervollständigt.*","t06-tit-7":"Die Küche.","t06-c4-01-1":"1. — In der Küche, die wir durch die halb offene Tür sehen, herrscht ein malerisches Durcheinander. Vor dem **Herdfeuer** (1) , in dem das **Feuer** (3) knistert, steht der **Bratenwender** (5) . Ein schöner **Braten** (7) steckt am **Spieß** (6) und wird gerade fertig.","t06-c4-02-1":"2. — Der **Blasebalg** (8) und die **Kohlenschaufel** (9) , die eben gebraucht wurden, liegen zusammen mit den **Scheiten** (10) auf dem Boden.","t06-c4-03-1":"3. — Der Kaminsims ist aufgeräumt: die **Laterne** (11) , der **Streichholzbehälter** (13) mit den **Streichhölzern** (12) darin, der **Leuchter** (14) und der **Handleuchter** (15) mit seiner **Kerze** (16) stehen alle an ihrem Platz. Aber der große **Kohlenkasten** (18) , voll mit der **Kohle** (17) , die die **Köchin** (23) eben aus dem Keller geholt hat, ist mitten in der Küche stehen geblieben.","t06-c4-04-1":"4. — Die arme Frau muss sich eben beeilen, wenn das Essen rechtzeitig fertig sein soll. Gerade steht sie am **Herd** (19) und rührt eine **Soße** (24) um, die nicht anbrennen darf.","t06-c4-05-1":"5. — Im **Backofen** (20) bäckt ein Kuchen, den sie für die Kinder gemacht hat. Über dem Herd hängen die **Schöpfkelle** (21) und der **Schaumlöffel** (22) .","t06-tit-8":"Das Küchengerät.","t06-c4-06-1":"6. — Die **Reihe der Kasserollen** (25) , die hinten im Raum hängt, ist sehr sauber. Die schönen kupfernen **Kasserollen** (26) , die **Milchkanne** (27) , das **Sieb** (28) und die **Reibe** (29) sind sorgfältig gescheuert.","t06-c4-07-1":"7. — Das **Salzfass** (30) steht auf dem kleinen Bord neben der **Teekanne** (31) und dem **Ölballon** (32) . In der **Schublade** (33) liegen wohl das Besteck und die Küchenmesser.","t06-c4-08-1":"8. — Der **Besen** (34) und der **Staubwedel** (35) stehen in einer Ecke. Die Köchin hat eben den **Hackklotz** (36) gebraucht; sie hat ihn beim Fenster stehen lassen.","t06-c4-09-1":"9. — Ein **Handtuch** (37) hängt an der Wand neben dem **Trichter** (38) . In diesem Teil der Küche werden der **Rost** (39) , das **Hackbeil** (40) und das **Hackbrett** (41) aufbewahrt. Über dem Hackbeil, auf einem **Bord** (42) , stehen **Töpfe** (43) , der **Schmortopf** (44) mit seinem **Deckel** (45) und der **Kessel** (46) . Die **Bratpfanne** (47) hängt gleich daneben.","t06-c4-10-1":"10. — Nur der kupferne **Hahn** (48) wirft einen Schimmer in diese Ecke. Der **Spülstein** (49) , auf dem der große **Krug** (50) steht, muss mit seinem kleinen Schrank sehr praktisch sein: darin stehen das **Essigfass** (51) mit seinem **Hahn** (52) , der **Abfallkasten** (53) und das **schmutzige Geschirr** (54) .","t06-tit-9":"Was sonst noch in der Küche steht.","t06-c4-11-1":"11. — Der große **Zuber** (55) , in dem das **Gemüse** (58) gewaschen wird, und der gusseiserne **Kessel** (56) auf dem **Fliesenboden** (57) gehören wohl auch in diesen Schrank.","t06-c4-12-1":"12. — An Feuerstellen fehlt es der Köchin gewiss nicht, denn hier auf der Ecke des Tisches steht ein **Gaskocher** (59) , auf dem in einem kleinen Topf Wasser heiß wird. Der **Dampf** (60) , der aufsteigt, sagt uns, dass es kochen muss. Dieses Wasser ist wohl für den Kaffee, denn die **Kaffeekanne** (64) und die **Kaffeemühle** (63) stehen am anderen Ende des Tisches.","t06-c4-13-1":"13. — Der Gaskocher ist an den **Gasbrenner** (62) mit einem langen **Gummischlauch** (61) angeschlossen.","t06-c4-14-1":"14. — Die **Aufwartefrau** (66) , die der Köchin zur Hand geht, putzt das Gemüse für das Abendessen. Wenn es geschält und gewaschen ist, legt sie es in die **Kasserolle** (65) , bis es Zeit zum Kochen ist.","t06-tit-10":"Das Badezimmer. *(Der Baderaum.)*","t06-c5-01-1":"1. — Noch ein letztes Mal neugierig sein, und wir kennen die wichtigsten Zimmer des Hauses: die Einrichtung des Badezimmers. Das dauert nicht lange, denn der Raum ist klein, und wir sehen auf einen Blick, dass die **Badewanne** (1) einen guten **Badeofen** (2) hat, dass die **Seifenschale** (3) in Reichweite des Badenden liegt und dass der **Handtuchhalter** (5) das Trocknen der **Handtücher** (4) leicht machen muss.","t06-c5-02-1":"2. — Die Wände dieses Raums sind mit **glasierten Kacheln** (6) verkleidet, so dass man eine **Dusche** (7) einbauen konnte, ohne dass das umherspritzende Wasser ihnen schadet. Ein kleines zinkernes **Becken** (8) für Fußbäder vervollständigt die Einrichtung.","t07-apar-1":"ZWEITE REIHE TAFEL Nr. 7","t07-tit-1":"*Erste Szene.*","t07-tit-2":"Das Dorf im Winter.","t07-c1-01-1":"1. — In den Neujahrsferien bin ich mit meinem Vater nach Neustadt gefahren, in ein kleines Dorf, wo er etwas zu erledigen hatte.","t07-c1-02-1":"2. — Wir nahmen die **Postkutsche** (11) , die zwischen der Stadt und dem Dorf verkehrt; es war aber sehr kalt, und die Fahrt in einem so unbequemen Wagen war alles andere als angenehm.","t07-c1-03-1":"3. — Wir waren also wirklich froh, als der **Kutscher** seinen Wagen auf dem Platz vor dem **Gasthaus** (2) *Zum Weißen Bären* anhielt. Der **Wirt** (4) wartete auf der Türschwelle auf uns und rauchte in aller Ruhe seine **Pfeife**.","t07-c1-03-2":"Er bat uns herein, und ich ließ mich nicht zweimal bitten und setzte mich vor das Rebholzfeuer, das im Kamin knisterte. Danach war mir der beißende **Nordwind** einerlei, der das alte **Schild** (3) knarren ließ und den **Rauch** (1) aus dem Schornstein in schwarzen Schwaden davontrug.","t07-c1-04-1":"4. — Es war Essenszeit. Ohne länger zu warten, sprachen wir dem einfachen, aber schmackhaften Essen kräftig zu, das man uns auftrug (*) .","t07-tit-3":"Ein paar Besuche.","t07-c1-05-1":"5. — Nach dem Essen ging ich mit meinem Vater, der Versicherungsvertreter ist, zu seinen Kunden. Zuerst besuchten wir den **Schmied** (5) , der neben dem Gasthaus wohnt. Er beschlug gerade ein Pferd. Ich bewunderte die Kraft seines Gehilfen, der den **Huf** des Pferdes fest gegen seine Lederschürze hielt, während der Schmied das **Eisen** (6) mit schweren Hammerschlägen befestigte.","t07-c1-06-1":"6. — Dann gingen wir zum **Schuhmacher** (7) des Dorfes, dem alten Jakob. Obwohl er einen prächtigen **Stiefel** als Schild hat, begnügte er sich damit, ein altes Paar abgelaufener Schuhe neu zu besohlen.","t07-c1-06-2":"Der Alte sagte uns lachend: „In der Stadt war ich ,Schuhmacher‘ und hatte keine Kunden. Hier bin ich ,Schuster‘ und habe Arbeit genug.“","t07-c1-07-1":"7. — Er erzählte uns von seinem Nachbarn, dem **Barbier** (8) , mit dem alle Kunden unzufrieden sind. Seine **Rasiermesser** sind immer schartig und seine **Schere** schneidet nie richtig. Aber weil er der einzige Barbier im Dorf ist, bleibt den Leuten natürlich nichts übrig, als sich von ihm rasieren und die Haare schneiden zu lassen. Obendrein ist er geizig und unfreundlich.","t07-c1-08-1":"8. — Zum Glück sind die anderen **Nachbarn** nicht wie er. Der **Wagner** (9) zum Beispiel ist ein freundlicher Mann, fleißig und gefällig. Man gibt ihm gern einen Wagen zu reparieren. Seine Arbeit ist immer sauber abgeliefert.","t07-c1-09-1":"9. — Auch über den **Sattler** (10) , dem er manchmal beim Nähen des **Geschirrs** hilft, wenn die Arbeit sich häuft, hatte der alte Jakob nichts zu klagen.","t07-c1-09-2":"Mein Vater fragte ihn nach seiner Familie. „Allen geht es gut. Meine Enkelin ist in der **Schule** (12) . Ihre **Lehrerin** (13) ist sehr zufrieden mit ihr; sie ist eine gute **Schülerin** (14) . Sie ist nicht wie dieser Taugenichts von Sohn; der denkt nur ans Spielen. Der **Lehrer** (15) bringt ihm nichts bei.“","t07-tit-4":"Dorfgeschichten.","t07-c1-10-1":"10. — Der Alte erzählte uns dann die Neuigkeiten aus dem Dorf. Eine neue Schule sollte gebaut werden, weil die im **Gemeindehaus** viel zu klein geworden war. Das würde leicht gehen: man brauchte nur einen Teil des Gartens des **Müllers** zu kaufen. Dem armen Mann käme das sehr gelegen. Seit dem Kälteeinbruch konnten die **Mühlsteine** der **Mühle** (16) den Weizen nicht mehr mahlen, weil das **Rad** (17) im **Eis** (25) des **Bachs** (23) festsaß.","t07-c1-11-1":"11. — „Wo wir gerade vom Bauen reden: haben Sie unsere neue **Kirche** (18) gesehen? Unter ihrer Schneehaube sieht sie sehr malerisch aus. Die **Krähen** (19) , die ihren alten Glockenturm nicht mehr wiedererkennen, sitzen traurig auf dem großen Baum des **Friedhofs** (20) .“","t07-c1-12-1":"12. — Der Friedhof brachte den Schuhmacher auf die Leute, die mein Vater gekannt hatte und die im vergangenen Jahr gestorben waren. „Wie viele **Gräber** (21) , lieber Herr, sind unter der **Zypresse** (22) zu den anderen dazugekommen! Unseren alten Notar hat der Tod geholt. Das ganze Dorf war bei seiner **Beerdigung**.“","t07-c1-13-1":"13. — „Da ist sein Nachfolger, der auf dem Bach Schlittschuh läuft. Er ist vor einer Weile hereingekommen, damit ich den Riemen seines **Schlittschuhs** (26) flicke, der gerissen war.“","t07-c1-14-1":"14. — „Und da drüben, am Ufer des Bachs, ist der neue **Feldhüter** (27) . Er ist ein ehemaliger Gendarm und der Schrecken der Dorflausbuben. Sie laufen davon, sobald sie seine **Gamaschen** (29) und seine **Dienstmütze** (28) erblicken.“","t07-c1-15-1":"15. — „Ah, da bringt der alte Josef eine **Fuhre Reisig** (30) für den Bäcker. — Ganz recht, sagte mein Vater, ich erkenne sein Gespann **Maultiere** (31) . Ich muss mit ihm reden, das trifft sich gut. Auf Wiedersehen, alter Jakob.“","t07-c1-16-1":"16. — Gerade als wir hinausgingen, kamen die Dorfkinder aus der Schule und stürzten sich auf die **Eisbahn** (33) , auf die Gefahr hin, beim **Sturz** (34) hinzufallen und sich etwas zu brechen. Einer von ihnen holte seinen **Schlitten** (32) beim Wagner, setzte einen Freund darauf und lief los.","t07-c1-17-1":"17. — Andere stürzten zu einem **Schneehaufen** (37) neben der **Brücke** (40) und bewarfen den **Schneemann** (39) , den sie am Tag zuvor gebaut hatten und dem sie einen Hut, eine Pfeife und eine Schultasche über der Schulter gegeben hatten.","t07-c1-18-1":"18. — Der eisige Wind und die Kälte machten ihnen wenig aus. Die meisten hatten nicht einmal einen **Schal** (35) , und um sich nach der **Schneeball** (38) -Schlacht wieder aufzuwärmen, genügte ihnen eine Handvoll heißer **Kastanien** (42) , die sie bei der alten Jakobine kauften, der **Verkäuferin**, die unter ihrem zu dünnen **Tuch** (43) vor Kälte zittert.","t07-tit-5":"*Zweite Szene.*","t07-tit-6":"Der Bauernhof im Frühling.","t07-c2-01-1":"1. — Der Winter hat seine Freuden, aber die Rückkehr des **Frühlings** begrüßen wir doch mit großer Freude.","t07-c2-01-2":"Was für ein fröhliches Bild ein Bauernhof am Abend im Monat Mai abgibt!","t07-c2-02-1":"2. — Am Horizont geht die **Sonne** (1) langsam unter und überflutet das **Land** (3) mit ihren purpurnen **Strahlen** (2) . Der fleißige **Pflüger** (6) beeilt sich, sein **Feld** (4) zu pflügen.","t07-c2-02-2":"Mit seinem **Pflug** (5) , den ein kräftiges **Pferd** (7) zieht, zieht er die **Furche** (8) , in die der **Sämann** (9) mit vollen Händen das **Saatgut** streuen wird, aus dem die goldenen Ähren werden.","t07-c2-03-1":"3. — Die **Mäher** (11) haben mit ihren Sensen das Gras der Wiese geschnitten, die Heuer haben das **Heu** (10) mit **Heugabeln** (12) und Rechen gewendet und getrocknet, und jetzt kommen sie heim.","t07-c2-03-2":"Die einen gehen vor dem schweren Ochsenkarren her und tragen ihr Werkzeug auf der Schulter. Die anderen, die fauler sind, haben es sich auf dem duftenden Heu bequem gemacht.","t07-c2-04-1":"4. — Im Vorbeigehen grüßen sie den **Gärtner** (16) , der im **Obstgarten** (13) damit beschäftigt ist, die **Obstbäume** zu beschneiden und die **Birnbäume** (14) zu veredeln. Die **Pflaumenbäume** (15) stehen in Blüte, und im gut gedüngten **Gemüsegarten** (17) stehen Gemüse, Kohl und Salat schon gut da.","t07-c2-04-2":"Auf der niedrigen Mauer schlägt ein schöner **Pfau** (18) sein Rad und zeigt seine prächtigen Federn.","t07-tit-7":"Der Hof.","t07-c2-05-1":"5. — Die Türen des **Stalls** (19) stehen offen, und man sieht die Raufe und die **Streu** (23) der **Stute** (21) , die der **Knecht** (20) eben ausgespannt hat. Das **Fohlen** (22) , auf seinen langen Beinen so komisch, folgt seiner Mutter und macht Bocksprünge.","t07-c2-06-1":"6. — Beim **Brunnen** (29) gehen die **Kühe** (25) zum hölzernen **Trog** (26) trinken, der ihnen als Tränke dient. Das **Kalb** (24) nutzt die Gelegenheit zum Saugen, und der **Ochse** (27) , der den guten Geruch des Futters wittert, brüllt fröhlich und hebt stolz den Kopf mit den kräftigen **Hörnern** (28) .","t07-c2-07-1":"7. — Alle sind bei der Arbeit. Die **Magd** (32) hält das **Seil** (31) des Brunnens. Sie zieht Wasser in einem **Eimer** (30) , um den Tieren zu trinken zu geben. Neben der **Scheune** (33) rafft ein Mann das lose Stroh zusammen, und vor der Tür des **Bauernhauses** (34) spinnt eine alte **Spinnerin** (35) mit ihrem Spinnrad und ihrem **Rocken** den **Flachs** oder den **Hanf** wie in alten Zeiten.","t07-tit-8":"Der Bauer.","t07-c2-08-1":"8. — Der **Bauer** (36) leitet all diese Arbeit und gibt seinen Leuten die Anweisungen. Er sagt ihnen, sie sollen die **Egge** (40) und die **Spitzhacke** (39) unterstellen, die neben der **Hütte** (38) des **Hundes** (37) liegen geblieben sind.","t07-c2-09-1":"9. — Sein Rufen scheucht eine **Taube** (41) auf, die in vollem Flug zum **Taubenschlag** (42) flieht, und die **Hühner** (43) , die in den **Hühnerstall** (44) zurückeilen.","t07-c2-10-1":"10. — Vor dem **Schafstall** (48) bringt der alte **Schäfer** (45) seine **Herde** (49) zurück. Mit seinem **Hirtenstab** (46) in der Hand, der ihn so wenig verlässt wie sein verschossener **Kittel** (47) , führt er **Widder** (50) , **Mutterschafe** (53) , **Lämmer** (54) , **Ziegen** (51) und **Zicklein** (52) in den Pferch. Sein treuer **Hund** (55) Argus kommt zuletzt und treibt die Nachzügler mit seinem Bellen an.","t07-c2-11-1":"11. — All dieser Lärm und Trubel stört die Ruhe der guten **Milchkuh** (56) nicht, die ihre **Glocke** (57) läuten lässt, während sie vor der Tür des **Kuhstalls** (58) gemolken wird.","t07-c2-12-1":"12. — Sie scheint zu verstehen, dass sie ihre Milch geben muss, damit die **Bäuerin** (60) im **Butterfass** (61) **Butter** machen kann oder die ausgezeichneten **Käse** (64) , die auf dem Brett über dem **Zuber** (63) abtropfen.","t07-c2-13-1":"13. — Die ganze **Milchkammer** (59) wird vom **Hofknecht** (65) sehr sauber gehalten, der eben die **Milchkannen** (62) im großen Eimer gewaschen hat, den er trägt.","t07-tit-9":"Der Geflügelhof.","t07-c2-14-1":"14. — In seinen schweren Holzschuhen geht er ziemlich ungeschickt und verscheucht damit den **Truthahn** (68) , die **Enten** (66) , die **Erpel** (67) und die **Gänse** (69) , die ihre **Schnäbel** (70) weit aufreißen und ein ängstliches Geschrei anstimmen.","t07-c2-14-2":"Der **Hahn** (71) , kriegerischer, hebt seinen roten **Kamm** (72) , schüttelt die Federn seines **Schwanzes** (73) und lässt ein helles „Kikeriki“ hören.","t07-c2-15-1":"15. — Eine **Glucke** (74) scharrt auf dem **Misthaufen** (81) mit ihren **Küken** (75) . Das **Ferkel** (78) läuft zu seiner Mutter, der riesigen **Sau** (77) , die wir neben dem Schweinestall sehen.","t07-c2-16-1":"16. — In ihren Ställen fressen die **Kaninchen** (79) gierig das zarte **Gras** (80) , das die Tochter des Bauern ihnen bringt. Hannchen liebt ihre Kaninchen sehr, und jeden Tag, nachdem sie die frischen **Eier** (76) aus dem Hühnerstall geholt hat, kommt sie ihre kleinen Freunde besuchen.","t08-apar-1":"TAFEL Nr. 8 *Erste Szene.* Die Ernte (*) . — Das Gesicht des Landes.","t08-c1-01-1":"1. — Mit dem **Sommer** hat das Land sein Gesicht wieder gewechselt. Das Saatgut, das der Furche anvertraut wurde, ist aufgegangen; eine kleine grüne Pflanze ist aus dem Boden gekommen und hat ihre Ähre getragen. Das Korn hat sich gebildet, dann ist es reif geworden, und jetzt bleibt nur noch, die Ernte einzubringen.","t08-c1-02-1":"2. — Die **Feldblumen** stehen in Blüte. **Kornblumen** (1) , **Mohn** (2) und **Fingerhut** (3) heben sich mit dem heiteren Kontrast ihrer frischen **Blüten** vom gleichmäßigen Ton der Kornfelder ab.","t08-c1-03-1":"3. — Die Obstbäume haben ihr Laub bekommen; das Obst ist reif geworden. Der kleine **Kirschbaum** (4) hängt voller schöner **Kirschen** (5) , die die Kinder mit Vergnügen pflücken und essen.","t08-c1-04-1":"4. — Die Herde kann jetzt den ganzen Tag im Freien bleiben.","t08-c1-04-2":"Die **Lämmer** (6) sind gewachsen und zu schönen **Mutterschafen** (7) und schönen **Widdern** (8) mit dichtem Vlies geworden. Sie weiden friedlich auf dem **Gras** der **Weide** (9) , die mit **Gänseblümchen** gesprenkelt ist.","t08-c1-04-3":"Bald werden diese Tiere wegen ihrer **Wolle** geschoren, aus der das Tuch unserer Kleider gemacht wird.","t08-tit-2":"Der Hirt.","t08-c1-05-1":"5. — Der **Hirt** (10) scheint nicht viel auf sie zu achten. Seine einzige Sorge ist das Gewitter, das am Horizont vorbeizieht, und der **Schäfer** (13) , der seine **Feldflasche** (14) an die Lippen hebt, wirkt noch sorgloser.","t08-c1-06-1":"6. — Die Hitze ist drückend: sogar der **Hund** (15) kommt, um sich abzukühlen; er schlappt das frische Wasser des **Bachs** (16) und scheucht einen armen kleinen **Frosch** (17) auf, der im Gras am Ufer gehockt hatte. Er springt in das klare Wasser, wo die **Seerosen** (18) blühen.","t08-c1-07-1":"7. — Eine **Bachstelze** (19) badet neben der kleinen **Quelle** (20) , die zwischen zwei Felsen hervorsprudelt und sich unter dem **Dorngestrüpp** (21) und den **Weißdornbüschen** (22) versteckt.","t08-tit-3":"Die Ernte.","t08-c1-08-1":"8. — Für die Landkinder ist die Kornernte eine sehr vergnügliche Zeit. Sie schlagen fröhliche **Purzelbäume** (24) auf den **Strohhaufen** (23) , sie helfen den **Schnittern** (26) , und während diese das **Kornfeld** (27) mit ihren **Sensen** (25) mähen, die am **Wetzstein** (30) gut geschärft sind, sammeln sie das Korn und binden es zu **Garben** (31) oder kleinen **Bündeln** (32) .","t08-c1-09-1":"9. — Manchmal dürfen die Größten mit einer **Sichel** (12) die **goldenen Halme** (28) schneiden, die die schweren **Ähren** (29) voller Körner tragen; und die Kleinen fangen, während sie das **Vieh** (33) hüten, das auf der **Wiese** (34) im Schatten der großen **Linde** (35) weidet, die schönen **Schmetterlinge** mit ihrem **Netz** (36) .","t08-c1-09-2":"Manche klettern sogar auf den **Wagen** (37) , um die Garben zu ordnen, die ihnen auf einer **Heugabel** (38) hinaufgereicht werden.","t08-c1-10-1":"10. — Auf der ganzen **Ebene** (39) , wo die **Lerchen** (41) auffliegen, herrscht ein großes Treiben. Alle sind mit der Ernte beschäftigt. Aber während die Armen weiter das alte Werkzeug gebrauchen — **Sensen**, **Sicheln** und **Dreschflegel** (40) — , lassen die reichen Gutsbesitzer ihren Weizen oder ihren **Roggen** (43) mit einer **Mähmaschine** (42) schneiden. Dann werden große **Schober** (44) an Ort und Stelle aufgesetzt, ohne dass man die Garben in die Scheune fahren müsste.","t08-c1-11-1":"11. — Dann wird eine **Dreschmaschine** (47) herangefahren, die eine **Lokomobile** (45) über einen **Treibriemen** (46) antreibt, und so wird das Korn vom **Stroh** getrennt, ohne das Feld zu verlassen, auf dem es gesät wurde.","t08-tit-4":"Das Gewitter.","t08-c1-12-1":"12. — Zur Erntezeit brechen oft heftige **Gewitter** (53) los. Zuerst hört man von fern das Grollen des **Donners**; ein starker **Westwind** (54) kommt auf und biegt die größten Bäume des **Waldes** (49) , bis sie ächzen. Schwarze **Wolken** (56) ziehen über den Himmel; sie werden von den blendenden Zickzacken des **Blitzes** (55) durchschnitten. Der **Regen**, und manchmal der **Hagel**, fängt an zu fallen und drückt die Ernte nieder, die geschnitten werden soll.","t08-c1-13-1":"13. — Oft setzt der Blitz ein Gebäude in Brand. Im vorigen Jahr zum Beispiel ist das Dach der **Windmühle** (50) zu Asche verbrannt, und zwei ihrer **Flügel** (51) sind zerschlagen worden.","t08-c1-14-1":"14. — Nach ein paar Stunden kehrt die Ruhe zurück. Ein leuchtender **Regenbogen** (52) erscheint am Horizont, und die Natur nimmt das Leben wieder auf, das eine Weile unterbrochen war. Die Landleute, die sich in den **Hütten** (48) untergestellt hatten, gehen wieder an die Arbeit und machen sich tapfer daran, den erlittenen Schaden zu beheben.","t08-tit-5":"*Zweite Szene.*","t08-tit-6":"Jagd. — Weinlese. — Fischfang.","t08-c2-01-1":"1. — Gegen Ende **August** oder Mitte **September**, je nach Gegend, beginnt die Jagdzeit. Kaum haben die ersten Sonnenstrahlen die **Eidechsen** (2) aus ihren Löchern gelockt, da zieht der **Jäger** (5) schon mit seinen **Hunden** (4) los.","t08-c2-02-1":"2. — Er hat seinen derben **Jagdanzug** (9) aus dickem Tuch angezogen und lederne **Gamaschen**, mit denen er durch das nasse Gras gehen kann, wo sich die **Kröten** (1) verstecken; er hat sein **Gewehr** (6) und seine **Jagdtasche** (10) genommen, und schon ist er unterwegs.","t08-c2-03-1":"3. — Der Eifer der Jagd führt ihn mitten in einen Weinberg, wo die Lese in vollem Gang ist. Die Kinder des Winzers, die sonst die Ziegen am Wegrand hüten, lassen sie heute weiden, wo sie wollen, und nachdem sie einen alten **Ziegenbock** (3) an einen Pfahl gebunden haben, der seine Freiheit sicher zum Weglaufen nutzen würde, haben auch sie ihren Anteil am Vergnügen. Der eine nimmt eine Traube aus einer **Lesebütte** (12) und drückt zum Vergnügen den **Saft** (14) in einen **Becher** (13) , um Most zu machen (ungegorenen Wein). Ein anderer setzt sich einen **Laubkranz** (15) auf, den er eben geflochten hat. Neben ihnen kommen dreiste **Spatzen** (16) bis an die Kelter, um Trauben zu stehlen.","t08-c2-04-1":"4. — Während die Kinder sich vergnügen, arbeiten die Männer. Die **Leser** (18) tragen die Trauben in **Rückenbütten** (17) in den Keller hinunter; ein **Böttcher** (19) bessert die **Fässer** (20) aus, prüft, ob die **Dauben** (22) und die **Böden** (21) heil sind, und ersetzt die zerbrochenen **Reifen** (23) . Er ist es auch, der die großen **Bottiche** (25) gemacht hat, in die die **Trauben** (26) zum Gären geschüttet werden.","t08-c2-05-1":"5. — Wenn die Gärung vorbei ist, wird der Wein abgezogen und der Rest auf die **Kelter** (28) gebracht; indem man die große **Spindel** (29) nach und nach anzieht, presst man den Saft heraus, der in einen **Zuber** (32) läuft und noch mehr **Wein** (31) gibt.","t08-tit-8":"Bier und Apfelwein.","t08-c2-06-1":"6. — An der Mauer des **Kellers** (27) rankt ein Trieb **Hopfen** (30) empor. Hier ist er nur eine Zierpflanze, aber in manchen Ländern, wo die Rebe sehr selten ist, baut man Hopfen an, um **Bier** zu machen.","t08-c2-07-1":"7. — Der kleine **Apfelbaum** (33) hängt voller Äpfel, aus denen ausgezeichneter **Apfelwein** wird, wenn sie reif sind. In ihrem **Käfig** (34) sehen der **Kanarienvogel** (35) und der **Stieglitz** (36) den Spatzen neidisch zu, die in Freiheit herumhüpfen.","t08-c2-08-1":"8. — So weit das Auge reicht, stehen am Hang der Hügel Reihen von **Weinpfählen** (40) , die die prächtigen **Rebstöcke** (39) stützen, schwer von **Trauben**.","t08-c2-08-2":"Das ganze Jahr über hat der **Winzer** (42) gearbeitet, um seinen **Weinberg** (38) zu pflegen, und jetzt wird er mit einer guten Ernte für seine Mühe belohnt. Die **Leserinnen** (41) füllen die Bottiche auf dem Wagen, den **Maultiere** (43) ziehen, und alle sind fröhlich.","t08-tit-9":"Fischfang.","t08-c2-09-1":"9. — Dasselbe gilt für die **Angler** (44) , die bei Tagesanbruch gekommen sind und sich mit ihren **Angelruten** (45) ans Wasser gesetzt haben.","t08-c2-09-2":"Die **Fische** (47) beißen an, sobald sie ihre **Schnur** (46) ins Wasser lassen, und sie haben kaum Zeit, den **Köder** zu erneuern, bevor ein neues Opfer am Ende der Schnur zappelt.","t08-c2-09-3":"Der **Netzfischer** (48) allerdings, der sein Netz von seinem **Kahn** (49) aus mitten in den **Fluss** (50) wirft, fängt weit mehr.","t08-c2-10-1":"10. — Der Herbst ist die Zeit der schönen Ausflüge: zu Fuß, zu **Pferd** (52) , mit dem **Fahrrad** (53) , mit dem **Auto** (54) . Die **Straßen** (51) sind sauber, und man nutzt die letzten schönen Tage, weil die **Schwalben** (56) sich schon auf den Dächern sammeln, um in wärmere Länder zu ziehen. Die Blätter des alten **Nussbaums** (57) werden gelb, die **Nüsse** fallen, und die hohen **Bäume**, die in einer **Gruppe** (58) auf der **Anhöhe** (59) stehen, werden bald kahl sein.","t08-c2-11-1":"11. — Die **Sonne** (60) geht später auf, die Tage werden kürzer, am **Morgen** spürt man schon eine ziemlich scharfe Kühle, und Flüge von **Schnepfen** (61) verlassen bereits unser unwirtliches Klima.","t09-apar-1":"TAFEL Nr. 9","t09-tit-1":"*Erste Szene.*","t09-tit-2":"Das Gebirge. — Der Kurort.","t09-c1-01-1":"1. — Ich bin seit einer Woche in Pratz. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich gestaunt habe, als ich vor der prächtigen **Bergkette** (1) der Pyrenäen stand, deren **Kamm** (2) sich wie eine riesige Jakobsmuschel vom blauen Himmel abhebt.","t09-c1-02-1":"2. — Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass die **Gipfel** (3) der Pyrenäen eine solche **Höhe** erreichen könnten, und ich war überwältigt von den prächtigen **Gletschern** (5) und den schneebedeckten **Spitzen** (4) , an denen so schreckliche **Lawinen** niedergehen.","t09-tit-3":"Gebirgslandschaft.","t09-c1-03-1":"3. — Gleich am Tag nach meiner Ankunft bin ich zu dem alten erloschenen **Vulkan** (6) bei Pratz gegangen. Am kahlen, öden Rand des **Kraters** sieht man noch deutlich die Spuren, die die **Lava** hinterlassen hat, die vor einigen Jahrhunderten den **Berghang** (7) hinuntergeflossen ist. An einem der **Hänge** habe ich ein paar Stücke dieser Lava gefunden.","t09-c1-04-1":"4. — Pratz liegt an der Grenze, und die **Festung** (8) , die den **Pass** (27) zwischen Frankreich und Spanien bewacht, sieht ganz wie jene alten Burgen am Rhein aus, die von ihrem Felsen herab nach **Beute** auszuspähen scheinen.","t09-c1-05-1":"5. — Ein riesiger **Adler** (9) , der seinen Horst nicht weit vom **Fort** (8) hat, zieht oft meine Aufmerksamkeit auf sich. Dieser **Raubvogel** mit seinem kräftigen **Schnabel** bringt seinen Jungen oft ein Lamm oder ein Zicklein in den **Fängen**. Seine **Flügel** sind so groß, dass er mit seiner schweren Last lange gleiten kann.","t09-tit-4":"Der Wanderer.","t09-c1-06-1":"6. — Der schönste Spaziergang hier ist der Weg zum **Wasserfall** (10) von Cau. Das **stürzende Wasser** fällt wirbelnd herab und verschwindet dann als hübscher **Bach** im **Tannenwald** (11) westlich der Stadt. Wir sind durch diesen Wald bis zur **Wetterwarte** (12) hinaufgestiegen, und von der **Aussichtskanzel** aus hatten wir das ganze **Panorama** der Gegend vor uns. Die **Landschaft** ist großartig, und die **Natur** scheint alles, was sie hat, über dieses Land ausgeschüttet zu haben.","t09-c1-07-1":"7. — Zum Hinuntergehen haben wir die **Bergbahn** (13) genommen und an einer kleinen **Station** bei den **Ruinen** (14) einer alten **Ritterburg** gehalten, in der einst die Herren von Pratz gewohnt haben.","t09-c1-08-1":"8. — Arme Burg! Was mag sie sich denken, wenn sie unter sich den hübschen **Badeort** (15) sieht, der jetzt ein modisches **Bad** ist?","t09-c1-08-2":"Das **Klima** ist so angenehm und das **Heilwasser** so wohltuend, dass die **Kur** im **Sanatorium** (17) ein wahres Vergnügen ist.","t09-tit-5":"Ein hübscher Badeort.","t09-c1-09-1":"9. — Man hat wirklich alles getan, um den Aufenthalt angenehm zu machen. Ein großer **Viadukt** (16) wurde für eine Bahnlinie gebaut; der **Park** (18) des **Kurhauses**, in dem **Konzerte** gegeben werden, ist reizend angelegt. Mehrere zierliche **Villen** (19) sind rund um das **Kasino** (21) gebaut worden, und eine sehr gut gepflegte **Straße** (22) macht das Fortkommen ausgesprochen leicht.","t09-c1-10-1":"10. — Nur ein **Damm** (23) trennt den **Weg** (20) vom eigentlichen **Tal** (25) , in dessen Grund ein zierlicher kleiner **See** (26) liegt, der einen klaren **Bach** (24) speist.","t09-c1-11-1":"11. — Auf der anderen Seite des Tals wird ein **Eisenbergwerk** (28) betrieben. Mehrmals bin ich hingegangen und habe zugesehen, wie die **Bergleute** in den **Schacht** einfuhren, und ich bin sogar in den **Stollen** hineingegangen, wo sie den Tag über das **Erz** brechen, das das **Metall** enthält.","t09-c1-12-1":"12. — Neben dem Bergwerk wurde eine große **Hütte** gebaut, um den Reichtum, den man ihm entnimmt, gleich an Ort und Stelle zu verwerten. Der **Hochofen** (29) , den man mit der hier reichlich vorhandenen **Kohle** heizt, macht es möglich, schnell und billig **Roheisen** zu gewinnen.","t09-c1-13-1":"13. — Nicht weit vom Bergwerk wird ein **Steinbruch** (30) abgebaut. Was der alte **Steinbrecher** mit seiner **Spitzhacke** losschlägt, ist weder **Granit** noch **Porphyr** noch auch **Sandstein**, sondern schlichter **Bruchstein** zum Häuserbauen.","t09-c1-14-1":"14. — Eine der schönsten Zierden dieses Landes ist die **Tanne** (31) . Überall — am Grund einer **Schlucht** (32) , am Ufer eines **Wildbachs** (33) , neben einem **Abgrund** (34) oder einem Steilhang — setzen ihre schlanken Nadeln ihren grünen Punkt.","t09-tit-6":"Wandern.","t09-c1-15-1":"15. — Ich nutze die Ferien für lange Wanderungen. Auf den **Pfaden** (35) , die sich den Berg hinaufwinden, kann man mehrere **Kilometer** und oft mehrere **Meilen** zurücklegen, ohne die Entfernung zu merken.","t09-c1-15-2":"**Meilensteine** (36) und **Wegweiser** (37) bezeichnen die Pfade, auf denen man oft einem jungen **Bergburschen** (38) begegnet, der einen **Ranzen** (40) an der Seite trägt und ein **Murmeltier** (39) dabeihat, oder einem **Zigeuner** (41) , dessen **Pelzmütze** (42) sonderbar zu seiner zerrissenen alten **Kapuze** (43) passt. Er führt einen dressierten **Bären** (44) an einer **Kette**.","t09-tit-7":"Bergsteigen.","t09-c1-16-1":"16. — Fast jeden Tag gehe ich mit einem **Bergführer** (48) auf eine **Bergtour**, und ich bin sehr stolz, wenn ich mit meinem **Rucksack** (47) auf dem Rücken und meinem **Alpenstock** in der Hand wie ein richtiger **Tourist** (46) die **Felsen** (45) angehe.","t09-c1-17-1":"17. — Von einem Berggipfel aus sehen die Leute in der Ebene nicht größer aus als Ameisen; eine **Schafherde** (50) , die auf einer **Weide** (49) grast, sieht aus wie ein Kinderspielzeug. Eine **Kiefer** (51) oder auch ein **Holzchalet** (52) ist kaum mehr als ein Fleck im Grün.","t09-c1-18-1":"18. — Auf diesen Touren begegnen wir auf dem **Steig** (53) oft einem **Gemsjäger** (54) , der das eben erlegte Tier auf der Schulter trägt.","t09-c1-19-1":"19. — In mein Herbarium habe ich einen sehr bemerkenswerten Wedel **Farn** (55) gelegt und einen hübschen rosa Zweig **Heidekraut** (57) , den ich auf meiner letzten Wanderung am Eingang einer kleinen **Höhle** (56) gepflückt habe.","t09-tit-8":"*Zweite Szene.*","t09-tit-9":"Der Wald. — Die Jagd.","t09-c2-01-1":"1. — Gestern habe ich einen herrlichen Tag im Wald verbracht. Das geschäftige Leben der Tiere und der **Insekten** (5) , die dort leben, hat mich sehr fasziniert.","t09-c2-01-2":"Die **Spinne** (1) , die ihr **Netz** (2) zwischen zwei Zweigen spinnt, um die vorbeifliegende **Fliege** (3) zu fangen, die **Schnecke** (4) , die sich mit ihrem Haus mühsam voranschleppt, der Hirschkäfer auf der Suche nach Beute, die fleißige Ameise bei der Arbeit neben dem **Ameisenhaufen** (6) — alle diese kleinen Geschöpfe kamen und gingen und arbeiteten mit außerordentlicher Kraft.","t09-c2-02-1":"2. — Eine **Schlange** (7) , die ich zuerst für eine **Viper** hielt, die aber nur eine harmlose **Ringelnatter** war, lag unter einem Baumstamm zusammengerollt und streckte ab und zu ihren schmalen kleinen Kopf heraus, der immer bereit schien zuzubeißen. Vor mir kroch eine große **Nacktschnecke** (8) schwerfällig dahin, nachdem sie eine der schmackhaften kleinen **Walderdbeeren** (11) verschlungen hatte, die hier reichlich wachsen.","t09-c2-03-1":"3. — Der Boden war mit **Waldblumen** bedeckt: **Schlüsselblumen** (9) , **Immergrün** (10) und viele andere Pflanzen, die ich nicht benennen konnte, blühten zwischen den **Grasbüscheln** (12) .","t09-c2-04-1":"4. — In dieser Gegend ist der **Trüffel** fast so häufig wie der **Pilz** (14) , und ein **junges Schwein** (13) , das einem Förster gehörte, suchte gierig danach, ob es welche finden könnte.","t09-tit-10":"Wilderei.","t09-c2-05-1":"5. — Ich habe das **Ende** einer Szene gesehen, die ich sehr komisch fand. Dank der Nase seines **Dachshunds** (15) hatte der **Förster** (16) gerade einen **Wilderer** (22) in dem Augenblick überrascht, als der Mann das erlegte **Wild** (17) forttragen wollte. Der Wilderer wollte lieber seine Beute aufgeben, als verhaftet zu werden, und war geflohen, und **Hase** (18) , **Hirschkuh** (19) , **Reh** (20) und **Wildschwein** (21) lagen zur Freude des Försters im Gras.","t09-c2-06-1":"6. — Die Vielfalt der Bäume, die der Wald enthält, ist erstaunlich. Die **Buchen** (23) und die **Birken** (26) , die **Kiefern**, die **Harz** (27) geben, die **Eichen** (29) und viele andere dazu mischen ihre Zweige.","t09-c2-06-2":"Der **Efeu** (24) , der sich an die Stämme der hohen Bäume klammert, gibt dem **Hochwald** (25) ein leuchtendes Grün, das sich angenehm mit dem blasseren, weicheren Ton des **Mooses** (31) mischt, in dem der **Grünspecht** (30) nach Insekten sucht.","t09-tit-11":"Waldlandschaft.","t09-c2-07-1":"7. — Die alten Eichen haben mich bezaubert. Ihre dicken, verdrehten **Wurzeln** (32) , halb aus dem Boden heraus, geben ihnen ein prächtiges Aussehen von Kraft und Saft, und ich frage mich, wie der **Besitzer** (35) es übers Herz bringt, sie fällen und der **Säge** (34) des **Holzfällers** (33) übergeben zu lassen. Die armen **Stämme** (36) , ihrer **Rinde** (37) beraubt oder von der **Axt** (38) des **Tagelöhners** (39) gespalten, tun mir leid.","t09-c2-08-1":"8. — Ganz in der Nähe hatte ein alter **Köhler** (41) mit seiner **Schaufel** einen **Meiler** (42) Holzkohle aufgesetzt, und eine alte Frau trug ein **Bündel** (40) **Reisig** fort, das aus den Zweigen der gefällten Bäume gemacht war.","t09-tit-12":"Die Jagd.","t09-c2-09-1":"9. — Ich wollte mich eine Weile im **Forsthaus** (46) ausruhen, aber als ich an den kleinen **Teich** (43) kam, auf dem ein schöner **Schwan** (45) schwamm, merkte ich, dass ein frisches **Hochwasser** (44) den Weg in einen richtigen **Sumpf** verwandelt hatte. Ich musste einen Umweg machen, und als ich an der **Zeder** (49) , den **Pappeln** (48) und der **Ulme** (47) am Waldrand vorbeikam, sah ich aus einem **Dickicht** (54) einen prächtigen **Hirsch** (50) brechen, gejagt von einer unerbittlichen **Meute** (51) , die das **Horn** (53) der **berittenen Jäger** (52) antrieb. Das arme Tier war völlig erschöpft. Ein paar Schritte von mir entfernt brach es sterbend zusammen.","t09-c2-10-1":"10. — Der Sohn des Försters, den der Lärm der **Jagd** herausgelockt hatte, kam aus dem Haus, und wir gingen zu zweit wieder in den Wald hinein. Er hatte eine **Elster** (56) auf dem Ast einer alten Eiche gesehen. Er meinte, ihr Nest müsse im **Laub** (58) versteckt sein, und wollte es ausnehmen.","t09-c2-10-2":"Flink wie ein **Eichhörnchen** (61) kletterte er von **Ast** (55) zu Ast, fand aber nichts und scheuchte nur eine alte **Krähe** (60) auf, die auf einem **Zweig** (57) saß.","t10-apar-1":"TAFEL Nr. 10 Das Meer. — Der Hafen.","t10-01-1":"1. — Im Sommer suchen die einen Ruhe und kühle Luft im Gebirge, die anderen fahren lieber an die Küste. Das haben wir letztes Jahr gemacht, weil wir den **Ozean** (1) sehr lieben.","t10-02-1":"2. — Ich schaue für mein Leben gern auf diese riesige Wasserfläche, die sich bis zum **Horizont** (2) erstreckt, und sehe zu, wie die großen **Dampfer** (3) zu einer langen **Überfahrt** auslaufen, mit den Reisenden nach Amerika an Bord.","t10-03-1":"3. — Mein Vater, der weiß, was mir gefällt, sucht deshalb für die Ferien immer einen sehr ruhigen Strand in der Nähe eines unserer großen **Kriegshäfen** aus.","t10-03-2":"Bei unserem letzten Aufenthalt kam das **Geschwader** und ankerte hinter der riesigen **Mole** (4) , die das **Kriegshafenbecken** (5) abschließt und schützt, und ich konnte in aller Ruhe die verschiedenen **Kriegsschiffe** bewundern, vom kleinen **Unterseeboot** (10) , das taucht und unter Wasser verschwindet, bis zum riesigen **Schlachtschiff** (9) , das bis jetzt kaum etwas zu fürchten hatte außer den Angriffen des **Torpedoboots** (8) .","t10-tit-2":"Die kleinen Fahrzeuge.","t10-04-1":"4. — Es fand die schwache Stelle im dicken Panzer schon sehr **geschickt** und setzte dort den gefährlichen **Torpedo** an, dessen Explosion das Schiff versenkt; aber es war doch weniger zu fürchten als das Unterseeboot, weil die Zerstörer es leicht jagen können.","t10-05-1":"5. — Ich konnte auch die schnellen **Panzerkreuzer** (6) sehen, fast so unverwundbar wie ein richtiges Schlachtschiff, mehrere **Truppentransporter** (12) , drei oder vier **Kanonenboote** (7) und zuletzt eine **Fregatte** (11) . **Am schönsten von allem ist der Anblick dieser Flotte, wenn sie die Anker lichtet.**","t10-06-1":"6. — Was für ein Unterschied im Bau zwischen diesen großen Stahlmassen und den eleganten **Dreimastern** oder den zierlichen **Segelschiffen** (13) , die in der Handelsflotte noch fahren und die ich unter vollen Segeln in den Hafen einlaufen sah, wenn ich auf der **Mole** (14) spazieren ging. Freilich verloren sie viel von ihrem Vorteil, wenn der **Wind** gegen sie stand. Sie mussten alle Segel bergen, um ins Becken zu kommen, und ein **Schleppdampfer** (16) musste sie holen und wie schlichte **Kähne** (17) an den Kai bringen.","t10-tit-3":"Der Handelshafen.","t10-07-1":"7. — Was den Hafen, von dem ich spreche, so interessant macht, ist, dass er nicht nur ein Kriegshafenbecken hat, das durch gewaltige Arbeiten künstlich geschaffen wurde, sondern auch einen großartigen **Handelshafen** an der **Mündung** eines großen Flusses.","t10-08-1":"8. — Die Landzunge zwischen den beiden Becken ist befestigt und von einer Reihe von **Batterien** und **Bastionen** gedeckt, die ins Meer hinausreichen. Um auf den **Wällen** (15) zu gehen, braucht man eine besondere Erlaubnis. Ich habe leicht eine bekommen, durch meinen Onkel, der Ingenieur auf der **Werft** (18) ist, und bin die Schiffe ansehen gegangen, die unter riesigen Hallen gebaut werden.","t10-09-1":"9. — Ich habe sogar den Stapellauf eines Schlachtschiffs gesehen, und ich erinnere mich an das Schaudern, das durch die ganze Menge ging, als die ungeheure Masse, sich selbst überlassen, ihre Helling hinunterzugleiten begann und auf dem Wasser des Flusses aufschwamm.","t10-10-1":"10. — Zur Werft kommt man über den **Exerzierplatz** (19) , wo die Truppen der Garnison jeden Tag üben, und über eine eiserne **Fußgängerbrücke** (20) , die den Exerzierplatz mit dem **Arsenal** (21) verbindet.","t10-tit-4":"Das Arsenal und die Docks.","t10-11-1":"11. — Mit meinem Onkel habe ich diese große Anlage besichtigt, voller **Geschütze** (22) , **Kanonenkugeln** (23) und **Granaten**. Ich habe auch die **Eisenhütte** (24) gesehen, wo die **Kessel** (25) der Dampfer gebaut werden.","t10-12-1":"12. — Ganz in der Nähe sind die **Docks** (26) — Trockendocks — und die sehr bemerkenswerten **Schwimmdocks** (27) , in denen ich an einem Schiff in Reparatur die **Schraube** (28) , den **Kiel** (29) und das **Ruder** (30) eines Fahrzeugs aus der Nähe sehen konnte.","t10-13-1":"13. — Der Handelshafen lohnt das Studium ebenso gut wie der Kriegshafen, und ich habe viele Stunden auf den Kais herumgetrödelt, wo die **Raddampfer** (31) liegen, die den Fluss hinauffahren, und dem **Bockkran** (32) bei der Arbeit zugesehen, der riesige Lasten hebt, als wären es Federn.","t10-tit-5":"Der Lotse.","t10-14-1":"14. — Ich habe die **Ozeandampfer** (34) bewundert, die mit wehenden **Flaggen** (35) die Reede verließen, gesteuert von einem geschickten **Lotsen** (36) , der wunderbar der **Fahrrinne** folgte, die durch **Bojen** (40) und **Baken** bezeichnet ist, und dabei den **Leichtern** (41) auswich, die sich mit ihrem einzigen Rahsegel so schwer steuern lassen. Am **Bug** (37) konnte ich die **Kabinen** (39) der zweiten Klasse erkennen und am **Heck** (38) die Salons der ersten.","t10-15-1":"15. — Manchmal habe ich auch zugesehen, wie ein **Frachtdampfer** (42) beladen wurde, in den die Waren aus dem **Lagerhaus** (43) und dem **Hafenbahnhof** (44) gestapelt wurden, die die vielen Züge der **Kaibahn** (45) heranbrachten.","t10-tit-6":"Rudern zum Vergnügen.","t10-16-1":"16. — Ich bin oft im **Hafenbecken** (53) gerudert, wo die kleinen **Boote** (46) Schutz finden, und ich habe das **Ruder** (47) sehr gern geführt. Ich stieg auf das **Deck** (48) eines **Segelboots** (49) , kletterte an der **Takelage** (52) den **Mast** (51) hinauf in die **Rahen** (50) und setzte meinen Ausflug dann in einem **Skiff** (54) zwischen den schweren **Fischerbooten** (55) fort, wo die **Netze** (56) zum Trocknen hängen.","t10-17-1":"17. — Auf dem **Kai** (58) zogen die verschiedensten **Waren** (59) an mir vorbei, in **Kisten** (60) oder in **Ballen** (61) verpackt. Sie bildeten die **Ladung** (63) der Kähne, und kräftige **Kräne** (62) hoben sie heraus und setzten sie auf **Lastwagen** (64) , während die **Spediteure** sie am **Zollamt** (65) anmeldeten und den Zoll bezahlten.","t10-18-1":"18. — Wenn ich schließlich an die **Drehbrücke** (66) oder an die **Schleuse** (69) kam, vorbei am **Bagger** (68) , der den **Kanal** (67) ausräumt, ging ich neben dem **Signalmast** (70) an der Mole an Land.","t10-19-1":"19. — Auf der anderen Seite dieser Mole legen die **Barkassen** (71) an, die die Offiziere des Geschwaders an Land bringen. Es ist ein schöner Anblick, wenn die Matrosen im Takt die Riemen aufholen, während das Boot von der **Woge** (72) getragen leicht an die Landungstreppe kommt. Das ist der beste Platz, um die **Gezeiten** und den Gang von **Ebbe** und **Flut** am **Strand** (73) zu beobachten.","t10-tit-7":"Das Offizierskasino.","t10-20-1":"20. — Um nach Hause zu kommen, nahm ich die **elektrische Straßenbahn** (74) , deren **Haltestelle** (75) am **Pfahl** vor dem Offizierskasino ist.","t10-20-2":"Vom **Balkon** (76) des Kasinos, der mit **Ankern** (77) , Geschützen und Kanonenkugeln geschmückt ist, habe ich oft eine prächtige Versammlung von Marineoffizieren gesehen: **Leutnants** (78) mit ihren Degen, **Artilleriehauptleute** (79) und **Infanteriehauptleute** (80) mit ihren **Säbeln**. Hinter ihnen stand ein **Matrose** (81) , der ihnen ein **Fernrohr** brachte, wenn sie sehen wollten, was in der Ferne vorging.","t10-21-1":"21. — Ich habe auch junge **Leutnants zur See** (82) gesehen, die ihre Befehle von ihrem **Kommandanten** (83) oder vom **Admiral** (84) entgegennahmen, während ein **Quartiermeister** (85) wartete, um sie an Bord zu tragen.","t10-22-1":"22. — Von diesem Balkon ist die Aussicht großartig: er beherrscht den ganzen Strand mit seinen **Zelten** (86) und **Badekabinen** (87) , und zur Badezeit sieht man die **Badenden** (88) vor dem **Kasino** (89) fröhlich herumtollen.","t10-23-1":"23. — Am Ende des Strands bildet die Küste eine kleine felsige **Halbinsel** (91) , an der die **Brandung** (92) bricht und auf der ein **Leuchtturm** (93) steht, der den Seeleuten nachts den Weg weist. Diese Halbinsel hängt nur durch eine sehr schmale **Landenge** (90) mit dem Land zusammen.","t10-tit-8":"Ein Blick über die Küste.","t10-24-1":"24. — Weiter zieht sich die **Steilküste** (94) hin, vom Meer angenagt, das ihr eine launische Folge von **Buchten** (95) und **Landspitzen** (Kaps) ausschneidet und sie damit sehr malerisch macht.","t10-24-2":"Auf der **Hochfläche** (96) über der **Meerenge** (98) stehen ein sehr wichtiges **Fort** (97) und ein paar Villen.","t10-25-1":"25. — Diese Meerenge trennt vom Festland eine sehr gefährliche **Insel** (99) , von **Felsen** (100) und **Riffen** umgeben, an denen manchmal Boote und sogar große Schiffe scheitern. So schnell die Rettung auch kommt und so rasch die **Rettungsboote** auch ausfahren, diese **Schiffbrüche** sind schrecklich, und in den **Äquinoktialstürmen** sind mehrere Schiffe mit Mann und Ladung untergegangen.","t10-25-2":"Trotz dieser Nachbarschaft wird **der Hafen** von den Seeleuten viel benutzt.","t11-apar-1":"DRITTE REIHE TAFEL Nr. 11 Die Stadt und ihre Gebäude. — Der Brand.","t11-tit-1":"Die Vorstadt.","t11-c1-01-1":"1. — Ich wohne in einer großen Stadt hundert Kilometer vom Meer, die trotzdem ein erstklassiger **Hafen** (1) ist. Der Fluss, der an ihr entlangfließt, ist hier vierhundert Meter breit und bildet eine sehr schöne Reede.","t11-c1-02-1":"2. — Der ganze Teil der Stadt an den **Kais** (2) sieht ganz nach Seefahrt und Industrie aus und bildet eine **Vorstadt** (3) , in der nur Seeleute und Arbeiter wohnen. Diese arbeiten in den **Fabriken** (4) und im **Gaswerk** (5) , dessen hoher **Schornstein** (6) und dessen **Gasbehälter** von weitem zu sehen sind.","t11-c1-03-1":"3. — Im Mittelalter war die Stadt befestigt, und man findet noch Reste ihrer Wälle, vor allem das **Tor** (8) der alten **Burg** (7) mit ihren beiden **Türmen** (9) , die heute als **Gefängnis** dienen.","t11-c1-04-1":"4. — In diesem ganzen **Viertel**, das sehr alt aussieht, ist nur ein Gebäude verhältnismäßig neu: das **Zollamt** (10) . Es steht zwischen dem Kai und der kleinen **Gasse** (11) , die zum alten **Rathaus** (12) führt. Dieses letzte Gebäude erkennt man leicht an dem riesigen **Belfried** (13) , der über der Altstadt aufragt.","t11-c1-05-1":"5. — Auf der anderen Seite der Gasse **steht** ein Gebäude im gleichen Stil wie das Zollamt: es ist die **Börse** (14) . Eine ihrer Fronten geht auf einen kleinen Platz, an dem die **Präfektur** (15) liegt. Unsere Stadt ist keine Hauptstadt, aber doch ein wichtiger Bezirksvorort.","t11-tit-2":"Die Oberstadt.","t11-c1-06-1":"6. — Die Garnison, eine ziemlich große, ist in weiten und sehr gesunden **Kasernen** (16) untergebracht; sie reichen bis an das Gitter des **Stadtparks** (17) . Der **Boulevard** (19) , der zu diesem Park führt, läuft hinter der **Sparkasse** (18) entlang und mündet auf den Platz vor dem **Dom** (20) .","t11-c1-07-1":"7. — All diese Gebäude steigen in Stufen auf einem kleinen Hügel an, auf dem auch unser großes **Gymnasium** (21) steht.","t11-c1-07-2":"Geht man eine leicht abschüssige Straße hinunter, die auf die Hauptstraße trifft, so kommt man zum **Gerichtsgebäude** (22) , vor dem eine angenehme **Grünanlage** (26) liegt. Dieser **Platz** ist nicht sehr groß, aber mitten in der Stadt bildet er eine Oase aus Grün und kühler Luft. Die Stadtleute nutzen ihn deshalb viel und setzen sich gern unter die Markise des **Cafés** (25) , um der Militärkapelle zuzuhören, die donnerstags und sonntags im **Musikpavillon** (27) zwischen den Rasenflächen und den Blumenbeeten spielt.","t11-c1-08-1":"8. — Auf einer dieser Rasenflächen steht eine bronzene **Statue** (28) , ein Denkmal zur Erinnerung an einen unserer Mitbürger, der sich um seine Geburtsstadt große Verdienste erworben hat.","t11-tit-3":"Unterwegs in der Stadt.","t11-c1-09-1":"9. — Unsere Stadt hat noch kein elektrisches Licht; sie hat nur **Gaslaternen** (29) . Aber die **örtliche Presse** setzt sich dafür ein, dass diese Beleuchtung verbessert wird, **so wie** man den **Antrieb** der Straßenbahn schon verbessert hat. Die alten **Pferdewagen** sind durch praktische **elektrische Straßenbahnen** (31) ersetzt worden, die die Fahrgäste schnell von einem **Ende der Stadt zum anderen** bringen, zu einem sehr **niedrigen** Fahrpreis.","t11-c1-10-1":"10. — Neben dem Gerichtsgebäude liegt die **Bank** (32) , wo Handelswechsel diskontiert werden. Die **Bankboten** (33) gehen zu den Leuten nach Hause, um das Fällige einzuziehen.","t11-tit-4":"Kunst und Wissenschaft.","t11-c1-11-1":"11. — Das schöne Gebäude gleich daneben ist das **Museum**. Es beherbergt zugleich die **Stadtbibliothek** (34) , schöne **naturkundliche Sammlungen** (35) (ein Naturkundemuseum) und eine anmutige **Gemäldegalerie** (36) , die eine prächtige ständige **Ausstellung** bildet.","t11-c1-11-2":"Es ist zweimal in der Woche für alle offen, aber Besucher können es an jedem Tag gegen ein kleines Trinkgeld an den **Aufseher** (37) ansehen. **Maler** (38) kommen her, um zu arbeiten. Man sieht sie **vor** ihren Staffeleien stehen, die **Palette** in der Hand, und die berühmten Bilder kopieren.","t11-c1-12-1":"12. — Auf den Höhen hinter dem Museum erkennt man gerade noch die **Kuppel** (40) des **Krankenhauses** (39) und die Gebäude des **Lehrerseminars** (41) , in dem die Lehrer unserer Volksschulen ausgebildet worden sind. Am Theaterplatz gibt es ein **Postamt** (43) , das in einem **Privathaus** (42) untergebracht ist.","t11-tit-5":"Der Brand.","t11-tit-6":"Feuerruf.","t11-c2-01-1":"1. — Eine beunruhigende Nachricht läuft durch die Stadt: im Theater ist Feuer ausgebrochen! Als ich den **Platz** (96) erreiche, hat sich die Menge schon auf dem **Bürgersteig** (46) und auf der **Fahrbahn** (47) versammelt. Die **Postbeamten** (44) und die **Briefträger** (45) kommen aus dem Postamt. Ein **Straßenbahnführer** (48) hat seinen Wagen anhalten müssen, um einen städtischen **Krankenwagen** (50) durchzulassen, der mit einem **Chirurgen** (52) und einer **Krankenschwester** (51) kommt, um sich um einen **Verletzten** (53) zu kümmern, den man auf einer **Trage** (54) an eine Stelle nahe dem **Zeitungskiosk** (55) gebracht hat.","t11-c2-02-1":"2. — Eine Kompanie Infanterie auf dem Rückweg vom Exerzieren hat angehalten, um den berittenen **Stadtgardisten** (61) beim Ordnungshalten zu helfen. Die **Reiter**, deren Pferde sich aufbäumen, machen es besser als die **Soldaten** (57) oder die **Gendarmen** (63) : sie drängen die **Zuschauer** (56) zurück. Die Gendarmen haben ohnehin alle Hände voll zu tun. Einer von ihnen sagt den **Polizisten** (64) , wohin sie einen zweiten **Verletzten** (65) bringen sollen, einen tapferen Feuerwehrmann, der von einer Leiter gestürzt ist.","t11-c2-03-1":"3. — Der **Offizier** (66) zeigt genau, wo die **Feuerspritze** (67) , die eben ankommt, stehen soll. Solange er auf diese starke Maschine wartet, hat er eine **Handspritze** (68) aufstellen lassen, deren langer **Schlauch** (69) Ströme von Wasser auf das Feuer gießt. Sechs Feuerwehrleute bedienen sie, während ihr Kamerad das **Strahlrohr** (70) hält und den **Wasserstrahl** (71) mitten in den Brand richtet.","t11-c2-04-1":"4. — Auf der anderen Seite des Theaters ist die große **Leiter** (72) aufgerichtet worden. Sie lässt die Feuerwehrleute nahe an die Flammen heran, die zwischen Schwaden schwarzen **Rauchs** (75) emporschlagen.","t11-tit-7":"Tapfere Taten.","t11-c2-05-1":"5. — Das **Feuer** (74) ist im Foyer des **Theaters** (73) ausgebrochen, während einer Probe der **Oper**, deren erste **Aufführung** morgen sein sollte. Zum Glück waren nur wenige **Zuschauer** (76) im Saal. Die armen Leute haben sich auf den **Balkon** (77) geflüchtet, wo tapfere **Feuerwehrleute** (86) ihnen mit einer Leiter und mit Seilen zu Hilfe kommen.","t11-c2-06-1":"6. — Unter dem **Portikus** (78) , wo der **Anschlag** (79) die Aufführung ankündigt, sieht man die **Musiker** (81) des **Orchesters** (80) fliehen und ihre Instrumente forttragen: **Geige** (81) , **Flöte** (82) , **Cello** (83) , **Posaune** (84) , **Trommel** (85) und so weiter. Man versucht, einen Teil des **Mobiliars** (87) zu retten.","t11-c2-07-1":"7. — Die **Schauspieler** (89) und **Schauspielerinnen** (88) , **Sänger** und Sängerinnen, haben in ihren **Bühnenkostümen** (90) hinauslaufen müssen. Der Tenor erklärt einem **Journalisten** (92) , wie es gekommen ist. **Der Reporter** ist vom ersten Augenblick an herbeigelaufen, zusammen mit den Behörden: dem **Präfekten** (91) , dem **Bürgermeister** (93) , dem **Polizeikommissar** (94) und einem **Untersuchungsrichter** (95) , der eine Untersuchung führen wird, um festzustellen, wer die Verantwortung trägt.","t12-apar-1":"TAFEL Nr. 12 Der Bahnhof. — Die Eisenbahn. — Die Schiffe. Anmerkung. — *Die Fahrpläne sind in jedem Land anders, deshalb haben wir die Zeiten der* **französischen Tafel** *als Beispiel genommen.*","t12-01-1":"1. — Ich habe gerade eine Reise durch Deutschland gemacht. Vor der Abfahrt hatte ich ein **Kursbuch** (15) gekauft, um die Abfahrtszeiten der Züge zu erfahren. Als ich herausgefunden hatte, dass der günstigste Zug um neun Uhr abends in Paris abfährt und um ein Uhr dreizehn in Straßburg ankommt, machte ich mich zur Reise fertig, und am nächsten Tag ließ ich mich zum Bahnhof fahren.","t12-02-1":"2. — Als ich in die große Abfahrtshalle kam, hinter einem alten Landpfarrer (2) mit seiner **Reisetasche** (3) , waren schon ziemlich viele **Reisende** (1) da.","t12-02-2":"Weil ich ein **Telegramm** (5) aufgeben wollte, ließ ich mir von einem **Aufsichtsbeamten** (6) das **Telegrafenamt** (4) zeigen.","t12-03-1":"3. — Bevor ich in den **Wartesaal** (7) ging, holte ich mir eine **Rückfahrkarte** (9) .","t12-04-1":"4. — Am **Fahrkartenschalter** (8) musste ich nicht lange warten, weil kaum Leute da waren. Ein **Soldat** (10) , der auf Urlaub fuhr, ließ mich freundlich vor, so dass ich Zeit hatte, dem **Bahnhofsvorsteher** (13) ein paar Fragen zu stellen, der gerade mit dem **Polizeikommissar** (12) und dem diensthabenden **Gendarmen** (11) sprach.","t12-tit-1":"Das Gepäck wird aufgegeben.","t12-05-1":"5. — Nachdem ich am **Bücherstand** (14) eine Zeitung gekauft hatte, ließ ich mein **Gepäck** (17) wiegen — ein **Gepäckträger** (16) hatte es eben auf einem **Gepäckkarren** (19) heraufgebracht. Der **Beamte** (22) an der **Waage** (21) sagte mir, mein Koffer wiege fünfunddreißig Kilogramm, das mache ein **Übergewicht** von fünf Kilogramm, für das ich am **Gepäckschalter** (23) einen Zuschlag zahlen musste.","t12-06-1":"6. — Weil ich früh dran war, konnte ich dem Treiben der Reisenden im Bahnhof zusehen. Die einen gaben kleine Taschen an der **Gepäckaufbewahrung** (25) ab oder holten sie dort; andere sahen in die **Fahrpläne** (26) . Ankommende Reisende eilten zum **Ausgang** (32) , die **Handkoffer** (24) in der Hand. Ein paar warteten an der **Gepäckausgabe** (27) und gaben ihren **Schein** (29) ab, um ihre Koffer, **Kisten** (28) oder **Körbe** (30) zu bekommen.","t12-07-1":"7. — Die **Zollbeamten** (33) sahen die Pakete sorgfältig durch, ob etwas zu verzollen war.","t12-08-1":"8. — Manche Reisende gingen in die **Bahnhofswirtschaft** (34) , wo ein **Kellner** (35) eifrig bediente. Sie mussten sich beeilen, weil der **Zug** (36) , ein Schnellzug, nicht lange im Bahnhof halten würde.","t12-09-1":"9. — Dann ging ich auf den Abfahrtsbahnsteig hinaus und suchte einen durchgehenden **Wagen** (37) , um unterwegs nicht umsteigen zu müssen. Ich stieg in einen Durchgangswagen mit einem **Abteil** (38) für Raucher und einem für „allein reisende Damen“.","t12-tit-2":"Abfahrt bei Nacht.","t12-10-1":"10. — Nachdem ich das **Trittbrett** (40) hinaufgestiegen war, die **Tür** (39) geschlossen, das **Rollo** (41) hochgezogen und meine kleinen Taschen in das **Gepäcknetz** (43) gelegt hatte, setzte ich mich auf die **Bank** (42) . Als ich den **Lampenwärter** (44) die Lampen anzünden sah, fiel mir ein, dass ich eine Nacht im Wagen zu verbringen hatte, und ich rief den Schaffner, der die **Kissen** (45) vermietet, um ihn um eines zu bitten.","t12-11-1":"11. — Der Schaffner kam, um die Fahrkarten zu prüfen. Ich fragte ihn, warum wir noch nicht abgefahren seien, da es doch schon Zeit war. Er antwortete, der **Zugführer** (46) sei damit beschäftigt, Fahrräder in den **Packwagen** (47) bringen zu lassen. Außerdem seien noch nicht alle **Wärmflaschen** (48) gewechselt.","t12-12-1":"12. — Aber wir waren im Begriff abzufahren: der **Heizer** (50) , oben auf seinem **Tender** (49) , holte Kohle, um das Feuer der **Lokomotive** (54) zu schüren, und **der Lokführer** (51) wartete nur noch auf das Zeichen des **Vorstehers** (52) , der auf dem **Bahnsteig** (53) stand.","t12-13-1":"13. — Der **Kessel** (56) der Lokomotive brummte dumpf; der **Schornstein** (55) stieß Ströme von Rauch aus, mit **Dampf** (60) vermischt. Ein schriller **Pfiff** (59) ertönte, und die **Kolben** (58) setzten sich in Bewegung und trieben die **Räder** (57) der schweren Maschine an.","t12-tit-3":"Und los!","t12-14-1":"14. — Der Zug lief auf den **Schienen** (64) und wurde schneller; die **Bahnsteige** (65) hörten auf; wir kamen an den **Aborten** (66) vorbei und auch an einer Reihe von Wagen, die auf einem anderen **Gleis** (63) standen: **Schlafwagen** (67) , ein **Speisewagen** (68) , ein **Postwagen** (69) .","t12-15-1":"15. — Dann zog der **Güterbahnhof** (71) an unseren Augen vorbei. Unter den Hallen luden Beamte die **Güter** (72) auf, die als Frachtgut gingen. **Rangierer** (76) neben dem **Wasserturm** (73) schoben **Viehwagen** (75) und **Flachwagen** (79) zusammen, um einen **Güterzug** (80) zu bilden.","t12-16-1":"16. — Wir fuhren über die letzte **Weiche** (78) , neben der der Wärter stand; wir kamen am **Signal** (86) vorbei, und der Bahnhof verschwand in der Ferne.","t12-17-1":"17. — Bald fuhren wir auf die **Eisenbrücke** (74) hinaus, die über den **Fluss** (81) führt. Jenseits der Brücke fuhren wir am Fluss entlang, auf dem kräftige **Schleppdampfer** (82) schwere **Kähne** (83) zogen. Wir sahen auch ein **Fahrgastschiff** (84) , das gerade an einer **Landebrücke** (85) anlegte.","t12-18-1":"18. — Nachdem wir durch mehrere Bahnhöfe gerast waren, fuhren wir durch ein paar **Tunnel** (87) und ließen unzählige **Häuschen** (88) der **Bahnwärter** hinter uns. Vom Schaukeln des Zuges gewiegt, fiel ich in tiefen Schlaf.","t12-tit-4":"Bahnhof Deutsch-Avricourt.","t12-19-1":"19. — Ich wurde plötzlich von der Stimme eines Beamten geweckt, der rief: „Deutsch-Avricourt! (*) Alles aussteigen!“ Es war die Zollkontrolle mit allen lästigen Förmlichkeiten der Grenze. Ich musste meine Uhr nach der **Bahnhofsuhr** (89) stellen, die fünfundfünfzig Minuten vorging; kaum wach, konnte ich den **großen Zeiger** (90) kaum vom **kleinen** (91) unterscheiden; das **Zifferblatt** (92) selbst war vom Morgennebel ganz verschwommen.","t12-20-1":"20. — Während die Zollbeamten ihre Kontrolle machten, sah ich gähnend die **Plakate** (93) an, die die Bahnhofswände schmücken. Ich frühstückte, um die Zeit herumzubringen, sah auf der Karte des deutschen **Streckennetzes** (94) nach, wie weit es noch bis Straßburg war, und stieg wieder in meinen Wagen, ermutigt von der Hoffnung, bald am Ziel zu sein.","t13-apar-1":"TAFEL Nr. 13 Das Hotel. — Das Restaurant. — Das Café.","t13-01-1":"1. — Ich bin gestern Abend in Royan angekommen und bin im *Hotel Ozean* abgestiegen, das mir ein Freund empfohlen hatte.","t13-01-2":"Man hat mir ein schönes **Zimmer** (2) im zweiten **Stock** (1) gegeben, wo ich sehr gut geschlafen habe (*) .","t13-02-1":"2. — Als ich heute Morgen mein Zimmer verließ, wo mir das **Zimmermädchen** (3) das Frühstück gebracht hatte, ging ich in das **Rauchzimmer** (5) , das zugleich als **Lesezimmer** (4) dient, um die **Zeitungen** (6) bei einer **Zigarette** (8) durchzusehen. Als ich fertig gelesen hatte, fuhr ich mit dem **Fahrstuhl** (9) hinunter und ging in der Stadt spazieren.","t13-03-1":"3. — Weil ich vergessen hatte, den **Angestellten** (12) des Hotels zu fragen, wann an der **Table d’hôte** (11) gegessen wird, kam ich früh zurück und nutzte die Gelegenheit, im **Badezimmer** (10) des Hotels ein Bad zu nehmen. Dann ging ich zur **Kasse** (15) , um einen Freund anzurufen. Aber das **Telefon** (13) war besetzt; als die **Kassiererin** (14) , die gerade eine **Rechnung** (17) in das **Fremdenbuch** (16) eintrug, sah, dass ich nicht weiter wusste, bat sie den **Portier** (18) , den **Hausdiener** (19) mit seinem **Fahrrad** (20) für mich losschicken zu lassen.","t13-04-1":"4. — Ich dankte ihr und ging hinaus, um dem **Dienstmann** (24) (dem Gelegenheitsarbeiter) ein Trinkgeld zu geben, der auf seinem **Handkarren** (25) meine **Hutschachtel** (26) , meinen **Handkoffer** (27) und meine **Reisetasche** (28) vom Bahnhof gebracht hatte. Der **Briefträger** (21) , der gerade kam, reichte mir einen **Brief** (22) .","t13-05-1":"5. — Ich blieb noch eine Weile auf der Türschwelle neben dem **Briefkasten** (23) stehen und sah dem Verkehr auf der Straße zu. Der **Kutscher** (30) des **Omnibusses** (29) lud gerade den **Koffer** (31) eines **Gastes** (32) auf seinen Wagen, von dem der **Hotelbesitzer** (33) sich verabschiedete. Ein junger **Telegrafenbote** (35) brachte ohne jede Eile ein **Telegramm** (34) für einen der Gäste des Hotels; ein **Tourist** (36) mit seinem **Fotoapparat** (38) über der Schulter sah in seinem **Reiseführer** (37) nach.","t13-tit-1":"Essenszeit.","t13-06-1":"6. — Vor dem Gitter döste ein gemütlicher **Lastträger** (39) zwischen seinen **Traghaken** (40) und seinem **Schuhputzkasten** (41) , während eine junge **Wäscherin** (42) mit einem **Korb** (43) Wäsche über die feierliche Miene des **Oberkellners** (44) lachte, der an der Tür stand.","t13-07-1":"7. — Der Anblick des **Kochs** (45) , der aus seiner **Küche** (47) im **Souterrain** (48) gekommen war, um einen **Küchenjungen** (46) auf einen Gang zu schicken, erinnerte mich daran, dass es bald Essenszeit war, und ich ging über den Hof zum Restaurant, wo ein **Autofahrer** (50) gerade sein **Auto** (49) abstellte, während ein **Mechaniker** (52) nach den Anweisungen des **Radfahrers** (53) ein **Motordreirad** (51) reparierte, das gerade einen Unfall gehabt hatte.","t13-08-1":"8. — Ich fragte einen jungen **Pikkolo** (54) , der **Gläser Bier** (55) trug, ob die Table d’hôte unter der Veranda sei, und als er ja sagte, setzte ich mich an einen der Tische und aß ausgezeichnet.","t13-tit-2":"Ein ausgezeichnetes Mittagessen.","t13-09-1":"9. — Der Kellner brachte mir die Speisekarte (*) und die Weinkarte. Ich wählte und bestellte **Krabben** mit **Butter** als **Vorspeise** und als **ersten Gang** **Kutteln auf Caener Art**. **Fisch** nahm ich keinen, aber ich bat um eine Portion **Hammelkeule** und als **Gemüse** **Rahmspinat**. Weil mich dann keine der **Süßspeisen** reizte, ließ ich mir allerlei Nachtisch bringen: **Käse**, **Obst** und **Gebäck**. Dazu nahm ich einen ausgezeichneten **Saint-Émilion-Wein**, und sehr zufrieden mit meinem Essen stand ich vom Tisch auf, nachdem ich dem **Kellner** (57) ein ansehnliches **Trinkgeld** (59) gegeben hatte.","t13-10-1":"10. — Als der **Geschäftsführer** (60) sah, dass ich gehen wollte, schlug er mir vor, auf den Balkon zu treten und das großartige Panorama des **Ozeans** (62) zu bewundern. In der Ferne konnte man kleine Fischer**boote** (63) , **Segelschiffe** (64) und einen riesigen **Ozeandampfer** (65) erkennen, dessen schwarze Silhouette sich von den weißen **Wolken** (67) am **Horizont** (66) abhob. Ein leichter Wind bewegte die **Fahne** (70) , die über dem **Schild** (69) der **Halle** (68) steckte.","t13-tit-3":"Vergnügungen.","t13-11-1":"11. — Der Anblick war so fesselnd, dass ich beschloss, am nächsten Tag auf die Terrasse des Cafés hinaufzugehen und ein **Opernglas** (71) oder ein **Fernrohr** (72) mitzunehmen.","t13-12-1":"12. — Als ich vom Balkon kam, ging ich ins Café des Hotels, auf ein **Getränk** (73) und eine Partie **Billard** (75) . Ich ging quer durch den Gastraum, wo viele Gäste **Schach** (78) , **Dame** (79) , **Domino** (80) , **Puff** (81) oder **Karten** (82) spielten, und stieg geradewegs ins **Billardzimmer** (74) hinauf.","t13-13-1":"13. — Als die Partie zu Ende war, ging ich ins Erdgeschoss hinunter und bat den Kellner um einen **Umschlag** (84) , etwas **Papier** (83) , eine **Briefmarke** (85) , eine **Feder** (87) und etwas **Tinte** (86) , um einen Brief zu schreiben.","t13-13-2":"Dann rief ich einen **Kutscher** (92) , dessen **Wagen** (88) vor dem Café gehalten hatte. Ich fragte ihn nach seinem Preis für die Stunde und für die Fahrt, und als wir uns einig waren, öffnete er mir den **Wagenschlag** (89) und setzte mich hinein. Er stieg wieder auf seinen **Bock** (91) , trieb die Pferde mit seiner **Peitsche** (93) kräftig an, und los ging es zu einer herrlichen Fahrt.","t14-apar-1":"TAFEL Nr. 14","t14-tit-1":"Die Straße. — Die Gewerbetreibenden.","t14-01-1":"1. — Mein Freund Johann, der auf dem Land wohnt, ist gekommen, um drei Tage bei meiner Familie zu verbringen. **Bis** jetzt hatte er nie Gelegenheit gehabt, eine große Stadt zu sehen, und so verbringen wir unsere ganzen Tage mit Spaziergängen, und ich erkläre ihm alles, was er nicht kennt.","t14-02-1":"2. — Zuerst sind wir zur **Sternwarte** (1) gegangen, die ihn sehr interessiert hat. Auf dem Rückweg durch die **Straße** (3) , in der das **Dampfbad** (2) liegt, kam uns ein **Leichenzug** (4) entgegen. An der Spitze des **Trauerzuges** ging die **Geistlichkeit**, vor dem **Leichenwagen**, in den der **Sarg** gestellt worden war. Viele Freunde folgten der Familie in **Trauer**.","t14-02-2":"Als der Zug vorbei war, gingen wir vor der großen **Bierhalle** (5) über die Straße, wo viele **Gäste** auf der Terrasse **Bier** tranken, geschützt von der gläsernen **Markise** (6) .","t14-03-1":"3. — Johann war das **Wappen** zwischen dem Laden des **Weinhändlers** (7) und dem des **Musikalienhändlers** (10) ein Rätsel. Er fragte mich, was es bedeute; ich sagte ihm, es bezeichne das englische **Konsulat** (8) , und zeigte ihm den **Konsul** (9) , der auf dem Balkon stand.","t14-tit-2":"Schaufenster ansehen.","t14-04-1":"4. — Natürlich blieben wir vor der Auslage mit den **Musikinstrumenten** stehen, den **Harmonien**, **Orgeln** und **Klavieren**; wir sahen uns die bebilderten Umschläge der **Noten** und der **Klavierstücke** an und bewunderten die vergoldete hölzerne **Leier**, die als Ladenschild dient.","t14-05-1":"5. — Die Staubwolken, die die **Straßenkehrer** (11) und die **Kehrmaschine** (12) aufwirbelten, zwangen uns, an den schönen **Zimmereinrichtungen** beim **Möbelhändler** (13) und an der Auslage mit **Öfen** und **Lampen** beim **Eisenwarenhändler** (14) rasch vorbeizugehen.","t14-06-1":"6. — An dieser Stelle mussten wir tatsächlich den Bürgersteig verlassen, weil er von Paketen versperrt war, die man aus einem **Möbelwagen** (16) in einen eben vermieteten **Laden** (15) trug.","t14-06-2":"Dadurch entgingen uns die schönen Wagen beim **Wagenbauer** (17) , nicht aber der **Packer** (19) , dem wir zusahen, wie er für seinen Nachbarn, den **Fahrrad- und Autohändler** (18) , eine Kiste zimmerte. Dann gingen wir nach Hause, weil es schon ziemlich spät war.","t14-tit-3":"Ein Gang durch die Stadt.","t14-07-1":"7. — Am nächsten Tag schlug meine Mutter vor, Johann fotografieren zu lassen, und bat mich, mit ihm zum **Fotografen** (20) zu gehen. Nach dem Essen gingen wir in das **Atelier** des Künstlers, wo wir ziemlich lange warten mussten. Um uns die Zeit zu vertreiben, sahen wir uns die **Bildnisse** (22) an der Wand an.","t14-07-2":"Als wir an der Reihe waren, ging es schnell, und sobald mein Freund vor der **Kamera** (21) fertig posiert hatte, gingen wir wieder hinunter.","t14-08-1":"8. — Im ersten Stock sahen wir durch die offene Tür des **Friseurs** (23) , wie sein Gehilfe einem Kunden die Haare schnitt.","t14-08-2":"Wieder auf der Straße, kamen wir am **Tabakladen** (24) vorbei. Johann amüsierte sich so über die rote **Laterne** (25) und die **große Pfeife**, die als **Schild** (26) dient, dass er in zwei alte Herren hineinlief, die sich bei einer **Prise Schnupftabak** (27) unterhielten.","t14-tit-4":"Die Konditorei.","t14-09-1":"9. — Die **Geldscheine** und **Münzen** aus allen Ländern im **Schaufenster** des **Geldwechslers** (29) hielten uns einen Augenblick fest, aber weil es Zeit zum Kaffee war, gingen wir ohne weiteren Aufenthalt in die **Konditorei** (31) .","t14-10-1":"10. — Beim Anblick all der **guten Sachen** im Laden — **Torten**, **Lebkuchen**, **Gebäck** und **Süßigkeiten** jeder Art — konnten wir uns kaum entscheiden. Am Ende nahm Johann die **Sahnetörtchen**, und ich nahm nur ein kleines **Kirschtörtchen**, weil ich von Süßem **Zahnschmerzen bekomme** und lieber nicht zu oft zum **Zahnarzt** (30) gehe.","t14-tit-5":"Maschinenschreiben.","t14-11-1":"11. — Um meinem Freund eine **Schreibmaschine** zu zeigen, von der er gehört, die er aber nie gesehen hatte, gingen wir in das **Büro** (32) meines **Vetters** (34) . Wir fanden ihn dabei, seiner **Sekretärin** (35) , die **Stenografin** ist, Briefe zu diktieren. Kaum war ein Brief fertig, tippte ihn eine **Maschinenschreiberin** (33) auf ihrer Maschine ab. Wir wollten die Arbeit meines Verwandten nicht stören und blieben nur ein paar Minuten.","t14-12-1":"12. — Unter dem Büro meines Vetters wohnt ein großer **Uhrmacher und Juwelier** (37) , der auch Silberschmied ist. Sein prächtiger Laden hat viele **Uhren**, **Kaminuhren**, **Taschenuhren**, **Ketten** und kostbare **Juwelen** wie **Perlenketten**, goldene **Armbänder**, **Ohrringe** und **Ringe** mit **Edelsteinen** und **Diamanten**. Eines der Schaufenster ist ganz dem **Silbergerät** gewidmet und enthält eine große Sammlung silbernen **Bestecks**.","t14-13-1":"13. — Als wir um die Ecke der Straße bogen, fiel mir auf, dass das **Namensschild** (36) neben der **Hausnummer** gewechselt worden war. Ich wollte es gerade laut sagen, als wir den fröhlichen Klang einer Militärkapelle hörten. Wir liefen dem Regiment entgegen, ohne daran zu denken, dass es an den Läden des **Hutmachers** (39) und des **Handschuhmachers** (40) vorbeikommen würde und dass wir es ebenso gut hätten vorbeimarschieren sehen können, wenn wir vor dem Schaufenster des **Optikers** (38) geblieben wären, voller **Zwicker**, **Brillen** und **Operngläser**.","t14-tit-6":"Der Vorbeimarsch.","t14-14-1":"14. — An der Spitze des **Regiments** (41) marschierte der **Tambourmajor** (42) , hinter ihm die **Trommler** (43) , die **Hornisten** (44) und die ganze **Kapelle**. Der **General** (45) , der mit seinem Adjutanten auf dem Platz war, hatte neben dem **Wasserstrahl** (49) des **Springbrunnens** (48) angehalten, um die **Parade** anzusehen.","t14-14-2":"**Die Stabsoffiziere** (46) , der **Oberst** und der **Oberstleutnant** grüßten ihn mit dem Degen. **Die Majore** standen an der Spitze ihrer **Bataillone** (47) , und jeder **Hauptmann** führte seine **Kompanie**, während die **Leutnants**, die **Fähnriche** und die **Unteroffiziere** ihre gewohnten Plätze neben ihren Leuten einnahmen.","t14-15-1":"15. — Viele Vorübergehende hatten sich an der **Kreuzung** (50) versammelt; die Ladenbesitzer — der **Schirmhändler** (51) , der **Färber** (53) , der **Büchsenmacher** (54) — kamen heraus, um die **Soldaten** zu sehen. Alle Fahrzeuge — **Droschken** (52) , **Privatwagen** (57) und auch der **Sprengwagen** (56) — fuhren an den Bürgersteig heran.","t14-tit-7":"Bilder von der Straße.","t14-15-2":"Ein **Handelsreisender** (55) mit seinen **Musterkoffern** in der Hand überquerte rasch die Straße, und die Leute auf dem **Oberdeck** (59) des **Omnibusses** (58) drehten sich um, um das Schauspiel zu genießen. Ein armer **Straßensänger** (60) mit seiner **Drehorgel** (61) musste sein **Lied** abbrechen, weil der Lärm der Trommeln seine Stimme übertönte.","t14-16-1":"16. — Als das Regiment vor das **Tuchgeschäft** (64) kam, ließen die **Näherinnen** (63) und die **Schneider** (62) ihre **Nähmaschinen** und ihre Arbeit stehen und sahen zum Fenster hinaus. **Der Ladenbesitzer** (65) , der eben neue **Anzüge** (66) in seine **Auslage** gehängt hatte, musste die Ballen **Tuch** (67) und **Leinen**, die auf dem Bürgersteig neben dem **Gullyloch** (68) lagen, wegräumen, aus Furcht, die Menge könnte sie umwerfen; selbst ein alter **Hausierer** (69) , mit dem eine Hausmeisterin gerade um ein paar Strümpfe feilschte, musste in einen Hausflur treten, um sein Geschäft zu Ende zu bringen.","t14-16-2":"Wir begleiteten das Regiment bis zur Kaserne **und** kamen sehr zufrieden mit unserem Tag zum Abendessen nach Hause.","t14-tit-8":"Allerlei Gewerbe und Berufe.","t14-17-1":"17. — Am nächsten Tag bot mein Vater an, uns die Druckerei der Lokalzeitung zu zeigen. Wir sagten begeistert zu.","t14-17-2":"Der **Drucker** ist zugleich **Buchhändler** (70) , **Verleger**, **Papierhändler** und **Buchbinder**. Er hat in den ersten Stock die **Redaktion** (71) der Zeitung gelegt und auch den **Stichraum**, wo die **Lithografen** (72) und die **Kupferstecher** (73) arbeiten, und schließlich den Setzsaal, wo die **Setzer** (74) sind. Der eigentliche **Maschinensaal** (75) , die **Druckpressen** und die verschiedenen Maschinen sind im Erdgeschoss.","t14-tit-9":"Johann fragt sehr viel.","t14-18-1":"18. — Als wir aus der Druckerei kamen, blieb Johann ganz verwundert vor einem kleinen Glaskasten auf einer Säule gegenüber dem **Kurzwarenladen** (77) stehen und fragte, wozu er da sei. Mein Vater erklärte ihm, das sei ein **Feuermelder** (76) . Überhaupt war meinem Freund in der Stadt alles ein Wunder, vom schlichten **Trinkbrunnen** (78) und dem leichten **Lieferdreirad** (80) , das ein **Laufbursche** (79) in Livree fuhr, bis zum **Postwagen** (81) .","t14-19-1":"19. — Während mein Vater uns einen Augenblick verließ, um mit dem **Steuereinnehmer** (83) zu sprechen, der stehen geblieben war, um mit einem **Rechtsanwalt** (82) und einem **Notar** (84) zu reden, vertrieben wir uns die Zeit damit, dem Verkehr auf der Straße zu folgen. Die verschiedensten Leute zogen an uns vorbei: ein **Konditorlehrling** (85) , der eine prächtige **Pastete** in einem Korb trug, kam hinter einem **Kleiderhändler** (86) ; ein **Laternenanzünder** (87) unterhielt sich mit einem **Gasinstallateur** (88) ; eine **Nonne** (89) , die ein kleines Waisenmädchen an der Hand hielt, ging in ihr Kloster zurück.","t14-tit-10":"Auf dem Heimweg.","t14-20-1":"20. — Gerade als mein Vater wieder zu uns stieß, brach Johann in Lachen aus über die rußigen Gesichter und die seltsame Aufmachung zweier **Schornsteinfeger** (91) , die schwarz vom Ruß waren.","t14-21-1":"21. — Ich wollte meiner Mutter bei der **Blumenhändlerin** (92) eine Pflanze kaufen, aber mein Vater wies mich darauf hin, dass sie sehr schwer zu tragen wäre und dass **Apfelsinen** besser seien. Wir gingen zur **Standbesitzerin** (94) , und als die **Erzieherin** (93) , die für ihren Schützling welche aussuchte, fertig eingekauft hatte, wurden wir bedient.","t14-22-1":"22. — Auf dem Heimweg trafen wir mehrere Bekannte: eine alte Freundin meiner Familie, die sich auf den Arm ihrer **Gesellschafterin** (95) stützte, den **Ingenieur** (96) für Straßen- und Brückenbau und eine meiner Kusinen mit ihrer **Kinderfrau** (98) .","t14-22-2":"Dann kamen wir an der **Putzmacherin** (97) meiner Mutter vorbei und an zwei **Mönchen** (99) , die fremd in der Stadt waren und meinen Vater nach dem Weg zum Bahnhof fragten.","t15-apar-1":"TAFEL Nr. 15","t15-tit-1":"Der Markt. — Die Lebensmittel.","t15-01-1":"1. — Die meisten Händler, die uns mit den nötigen Lebensmitteln versorgen, sind unter der **Halle** (1) der **Markthalle** oder in den Nachbarstraßen versammelt.","t15-02-1":"2. — Der **Schlachter** (2) , der **Schinken** (3) , **Blutwurst** (4) , **Wurst** (5) , **Kaldaunenwurst** (6) und **Speck** (7) verkauft, steht neben der **Butter- und Käsehändlerin** (8) , deren Stand mit rotrindigen **holländischen Käsen** (9) , **Camemberts** (10) , großen **Greyerzer Laiben** (11) und frischen **Butterstücken** (12) ausgelegt ist.","t15-03-1":"3. — Vor ihr bietet eine **Gemüsehändlerin** (13) ihren Kundinnen schöne **Tomaten** (14) , **Blumenkohl** (15) , **Salat** (16) , **Kohl** (17) , **Kürbisse** (19) , **Melonen** (18) und sogar **Pilze** (20) an. Aber ein **Brauereikutscher**, der seinen **Lieferwagen** (21) voller **Bierfässer** (22) genau vor ihrem Stand angehalten hat, versperrt ihren Kundinnen den Weg. Ein Gemüsegärtner bringt ihr einen Korb **Artischocken** (23) .","t15-tit-2":"Verkaufen und kaufen.","t15-04-1":"4. — Auf dem Markt herrscht großer Betrieb, weil es Zeit für die **Versteigerung** (24) ist. Die **Hausfrauen** (26) , die hier einkaufen, bleiben unterwegs am Stand der **Kaldaunenhändlerin** (25) stehen, um **Kaldaunen** oder einen **Kalbskopf** zu kaufen.","t15-05-1":"5. — Eine stämmige **Köchin** (27) feilscht mit der **Fischhändlerin** (28) um einen sehr schönen **Thunfisch**; die Händlerin setzt ihre Preise an, wie es ihr passt. Sie hat eine große Lieferung **Aale**, **Seezungen**, **Forellen** und **Karpfen** bekommen. Ihr **Kabeljau** und ihre **Muscheln** sind sehr frisch.","t15-tit-3":"Billige Ware und teure.","t15-06-1":"6. — Die **Geflügelhändlerin** (29) , die neben ihr steht, ist sehr ehrlich. Wenn sie einen **Truthahn**, eine **Gans**, eine **Ente** oder ein schlichtes **Huhn** verkauft, verlangt sie nicht mehr als den angemessenen Preis.","t15-07-1":"7. — An der Ecke des Platzes, im ersten Stock, hat sich vor kurzem eine **Weißwarenhändlerin** (30) niedergelassen, wo die Käufer immer eine sehr gute Auswahl an **Tischtüchern**, **Servietten**, **Schürzen** und **Geschirrtüchern** finden. Auf derselben Etage hat ein **Messerschmied** (31) seine Werkstatt eingerichtet. Er schleift die **Messer** der Marktfrauen und macht den Gärtnern **Gartenmesser** aus dem härtesten **Stahl**.","t15-tit-4":"Das Kolonialwarengeschäft.","t15-08-1":"8. — Unter seiner Werkstatt hat vor kurzem ein großes Lebensmittelgeschäft eröffnet. Es ist nicht mehr der schlichte, bescheidene **Kolonialwarenladen** (32) von früher, der nur Waren des täglichen Bedarfs führte — **Tee** (33) , **Schokolade** (34) , **Hutzucker** (37) und **Seife** (38) . Hier wird alles verkauft: **Kekse**, **Eingemachtes** (35) , **Liköre** (36) , **Rum**, **Branntwein**, **Kirschwasser**, **Anisett** und **Curaçao**. Wild ist hier ebenso leicht zu bekommen — **Hase** (39) , **Drosseln** (40) , **Rebhühner** (41) , **Wachteln** (42) , **Wildenten** (43) oder **Fasan** (44) — wie tropisches Obst, etwa **Bananen** (46) und **Ananas**.","t15-09-1":"9. — Ein sehr gefälliger **Verkäufer** (45) des Ladens ist bereit, alles herauszugeben, was man verlangt: **Marmelade** (47) , von Johannisbeeren oder Quitten, **Schmalz** (48) , **Essiggurken** (49) oder gesalzene **Sardinen** (50) .","t15-09-2":"Das ist für die **Kunden** (51) sehr praktisch, die neben der gewöhnlichsten Ware auch die seltensten Frühgemüse und das beste Obst finden: saftige **Birnen** (52) , **Pflaumen** (53) , **Trauben** (54) , **Pfirsiche** (55) , **Mandeln** (56) und **Walnüsse** (57) .","t15-tit-5":"Die Kunden.","t15-10-1":"10. — Der **Reis** (58) und die **Linsen** (59) stehen neben der Kiste mit geräucherten **Heringen** (60) ; die **Kartoffel** (61) und die **Bohne** (63) sitzen neben den **Äpfeln** (62) , **Feigen** (64) , **Backpflaumen** (65) und **Haselnüssen** (66) . Dieser Laden verkauft auch frische **Eier** (67) und **Oliven** (68) , und so füllen sich die **Körbe** (70) und die **Netztaschen** (73) sehr schnell.","t15-11-1":"11. — Der **Kaffee** (72) dieses ausgezeichneten Hauses hat sich bei den **Dienstmädchen** (69) und den Köchinnen einen wohlverdienten Namen gemacht, weil der alte **Kolonialwarenhändler** (71) ihn mit größter Sorgfalt selbst röstet.","t15-tit-6":"Was es zu sehen gibt.","t15-12-1":"12. — Nicht alle kommen zum Markt, um Lebensmittel zu kaufen. Im malerischen Hin und Her der kleinen Gasse, die zur Halle führt, sieht man die verschiedensten Leute. Neben einem gutmütigen **Schlachthausarbeiter** (75) , der eine **Schubkarre** (74) vor sich herschiebt, stehen zwei Soldaten auf Urlaub, sehr stolz auf ihre bunten Uniformen: der **Husar** (76) in seinem blauen **Dolman** und der **Federtschako**, und der **Zuavenkorporal** in weiten Pluderhosen mit einem **Fes** auf dem Kopf.","t15-13-1":"13. — Der **Bäcker** (80) , der auf der Schwelle der **Bäckerei** (78) steht, hat gerade den Teig für sein **Brot** (79) geknetet und die **Hörnchen** (81) , die **Brötchen** (82) und die **runden Laibe** (83) aus dem Ofen geholt, die im Fenster liegen.","t15-14-1":"14. — Über der Bäckerei wohnt eine geschickte **Schneiderin** (84) , die mehrere **Stickerinnen** (85) beschäftigt. Neben ihr wohnt eine **Wäscherin und Plätterin** (86) , die die **Wäsche** (88) stärkt, nachdem sie sie gewaschen und getrocknet hat, und sie mit einem **Bügeleisen** (87) plättet.","t15-tit-7":"Fleisch, Fisch und Gemüse.","t15-15-1":"15. — In der **Metzgerei** (89) im Erdgeschoss wird Fleisch jeder Art verkauft — **Hammelfleisch** (90) , **Rindfleisch** (94) oder **Kalbfleisch** (92) — als **Hammelkeulen**, **Steaks**, **Braten** und **Koteletts**. Der **Metzgergeselle** (93) zerlegt all dieses Fleisch und legt die **Markknochen** (96) beiseite. An der Tür der Metzgerei steht eine **Austernhändlerin** (97) , die **Austern** (98) verkauft. Sie macht sie auf, wenn man will.","t15-16-1":"16. — Alle diese Händler zahlen eine Gewerbeerlaubnis oder eine Standgebühr; deshalb kennt der **Polizist** (100) kein Erbarmen mit den armen **fliegenden Gemüsehändlerinnen** (99) , die ihnen Konkurrenz machen, indem sie auf ihren Karren **Karotten**, **Radieschen**, **Rüben**, **Lauch** oder Bündel **Spargel**, **frische Erbsen**, **Spinat**, **Sauerampfer**, **Brunnenkresse** und **Petersilie** herumfahren.","t15-tit-8":"Achtung, der Polizist!","t15-17-1":"17. — Der Junge, der **Knoblauch** (101) und **Zwiebeln** verkauft, weiß sehr wohl, dass auch er seine Ware nicht in der Nähe des Marktes verkaufen darf. Er läuft davon, auf die Gefahr hin, den Korb mit den **Krabben**, **Flusskrebsen** und **Garnelen** der **Händlerin** (102) umzuwerfen, die **Langusten** und **Hummer** verkauft.","t15-18-1":"18. — Alle sind in Bewegung und machen großen Lärm; aber man hört trotzdem deutlich den Ruf des wandernden **Glasers** (103) und den Schrei des **Kohlenhändlers** (104) , der seinen Wagen eben einen Augenblick stehen gelassen hat, um einen **Sack Kohlen** (105) auszuliefern.","t16-apar-1":"TAFEL Nr. 16 Das Kaufhaus. — Der Basar. — Das Spielzeug.","t16-01-1":"1. — Das neue Jahr steht vor der Tür. Die großen Läden haben ihre Auslagen mit **Spielzeug** (1) und Neujahrsgeschenken hergerichtet.","t16-01-2":"Ich habe meinen Großvater gebeten, mich in den Basar mitzunehmen, um diese schöne Auslage zu sehen, und er war einverstanden.","t16-02-1":"2. — Zuerst blieben wir vor ein paar schönen Waffentrophäen stehen, mit einem **Gewehr**, einer **Dienstmütze**, einem **Säbel**, einem **Degengehänge** und einem Paar **Epauletten**, oder auch mit einem **Helm**, einem **Brustpanzer** (3) und einer **Pistole** (4) . Das alles hat mich weit mehr interessiert als die **Laterna magica** (2) .","t16-tit-1":"Schöne Sachen.","t16-03-1":"3. — In derselben Abteilung stand ein **Posten** (5) in seinem **Schilderhaus**; er schien über eine ganze Menagerie aus Pappe zu wachen. Was für eine Menge Tiere! Ein **Papagei** (6) auf seiner Stange, ein **Nashorn** (7) mit einem Horn auf der Nase, ein **Rentier** (8) , ein **Strauß** (9) , ein **Affe** (10) , der eine Nuss knackt, ein **Fuchs** (11) , der eine Henne davonträgt, ein **Krokodil** (12) , das seinen riesigen Rachen aufreißt, ein **Kamel** (13) , ein eleganter **Windhund** (14) , ein **Panther** (15) und dann zwei Tiere, die ich nicht kannte und die, wie man mir sagte, ein **Wiesel** (16) und eine **Hyäne** (17) sind. Es gab auch einen **Leoparden** (18) und einen **Wolf** (21) ; gleich daneben lagen niedliche kleine **Ratten** (19) und winzige **Mäuse** (20) aus Gummi. Zuletzt vervollständigten ein **Flusspferd** (22) und ein **Dromedar** (23) mit seinem Höcker die Sammlung. Ich wäre stundenlang dort geblieben, wenn nicht ganz in der Nähe ein prächtiges Lager voller **Zinnsoldaten** (29) mir ins Auge gefallen wäre.","t16-tit-2":"Soldaten und Krieg.","t16-04-1":"4. — Mein Großvater, der ein **Kriegsversehrter** (24) ist und nach einer **Verwundung**, die ihm die **Militärmedaille** eingebracht hat, aus der Armee ausscheiden musste, erzählt mir gern von den **Feldzügen**, an denen er teilgenommen hat. Er erklärte mir mit Vergnügen die verschiedenen Bewegungen des kleinen Heeres im Kleinen. Eine Gruppe wirklicher Soldaten, die den Basar besuchten — ein **Pionier** (25) , ein **Gebirgsjäger** (26) mit seiner **Baskenmütze**, ein **Feldwebel** (27) der Infanterie und ein **Wachtmeister** (28) der Artillerie mit einer goldenen **Litze** am Ärmel — blieb neben uns stehen, um zuzuhören.","t16-05-1":"5. — Mein Großvater, sehr stolz auf ein so vornehmes Publikum, entwarf aus dem Stegreif einen ganzen Schlachtplan.","t16-05-2":"Die befestigte Stadt mit ihren **Wällen** und **Gräben** wurde vom **feindlichen Heer** belagert, das sich nach einem langen **Bombardement** zum **Sturm** bereitmachte. Aber die **Belagerten**, vom Hunger dazu getrieben, hatten einen **Ausfall** gegen das **Lager** der **Belagerer** versucht. Nachdem die **siegreichen** Belagerer den **Angriff** in einem heftigen **Kampf** um die **Zelte** abgewehrt hatten, schickten sie ihre **Schwadronen** zur **Verfolgung** der **geschlagenen** Angreifer. Diese **zogen sich zurück** und ließen das **Schlachtfeld** mit **Toten** und **Verwundeten** bedeckt zurück. **Krankenträger** brachten die Verwundeten ins **Feldlazarett**, damit der **Chirurg** sie versorge.","t16-05-3":"Trotz des heldenhaften Widerstands einiger **Bataillone**, die das **Karree** gebildet hatten, war die **Niederlage** vollständig; der Rest des Heeres **floh** und ließ viele **Gefangene** zurück. Der Feind war im Begriff, seinen **Sieg** mit der Einnahme der Stadt zu krönen. Vielleicht wäre das das Ende des Feldzugs, und nach einem **Waffenstillstand** könnte ein **Friedensvertrag** geschlossen werden.","t16-tit-3":"Neujahrsgeschenke.","t16-06-1":"6. — Die jungen Soldaten, die über die farbige Erzählung des Veteranen lachten, stellten ihm noch ein paar Fragen. Ich ging unterdessen um den Ladentisch herum, um mir eine schöne **Armbrust** (32) und einen **Bogen** (33) mit seinem **Pfeil** (31) anzusehen. Dort fand ich noch eine Sammlung Tiere: zwei **Singvögel** (34) , eine **Nachtigall** und eine **Grasmücke** aus Uhrwerk, die aus vollem Hals sangen, und eine Reihe seltsamer Tiere — eine **Fledermaus** (35) , eine **Boa** (36) , eine **Schildkröte** (37) , ein **Seehund** (38) , ein **Wal** (39) und ein **Hai** (40) aus Goldschlägerhaut.","t16-07-1":"7. — Ich blieb nicht lange bei ihnen, weil ich das erblickt hatte, wovon ich träumte: ein prächtiges **Puppentheater** (41) mit schönen **Kulissen** und einem entzückenden roten **Vorhang**. Auf der **Bühne** schienen zwei Schauspieler eine **Rolle** in einem sehr spannenden **Stück** zu spielen, denn die kleinen **Zuschauer** aus Pappe in den Logen oder auf dem **Parkett** und im **Stehplatz** hinter dem **Dirigenten** klatschten kräftig Beifall.","t16-07-2":"Leider war dieses Theater sehr teuer.","t16-08-1":"8. — Die Wahl unter den Spielsachen war ohnehin schwer, weil die Schaufenster mit Spielzeug jeder Art vollgestapelt waren: **Harlekin** (42) , **Kasperle** (43) , **Pierrot** (44) , **Eulen** (45) , die mit den Flügeln schlagen, pfeifende **Amseln** (46) , bellende **Pudel**, ein **Grammofon** (47) und **Geduldspiele**. Eines dieser Spielzeuge hat mir besonders gefallen: es zeigte eine **Seeschlacht** (48) , in der ein **Schiff** von **Seeräubern** angegriffen wird, vor einer mit **Kokospalmen** bepflanzten Küste.","t16-09-1":"9. — Ich konnte all diese Wunder ganz in Ruhe ansehen, weil nur wenige Leute im Laden waren — kaum eine Handvoll Müßiggänger, ein **Dragoner** (49) und ein **Kassierer** (50) , der an der Haupt**kasse** (51) einen **Wechsel** vorlegte.","t16-10-1":"10. — Ich fragte meinen Großvater, wozu die Bücher auf den Regalen hinter der **Kassiererin** da seien; er sagte mir, es seien die **Geschäftsbücher**.","t16-tit-4":"Ein Rundblick durch den Laden.","t16-11-1":"11. — Als wir die Spielzeugabteilung verließen, gingen wir zur Sattlerei, um einen Blick auf die **Sättel** (53) , **Steigbügel** (54) , **Zäume** (55) , **Gebisse** (56) und **Reitgerten** zu werfen. Während der **Abteilungsleiter** (57) meinem Großvater Auskunft gab, sah ich mir die Auslage mit **Porzellan** und **Glaswaren** (58) an, wo es schöne **Salatschüsseln** und zierliche **Teekannen** (59) gab.","t16-12-1":"12. — Um in den ersten Stock zu kommen, gingen wir hinter dem Schaufenster mit den **Korsetts** (60) vorbei, neben der Strumpfwarenabteilung, wo sehr feine **Unterhosen** (63) ausgelegt waren. In der Nähe half ein **Verkäufer** (61) einer **Kundin** (62) , feine seidene **Stoffe** (64) auszusuchen.","t16-12-2":"Als ich die Treppe hinaufstieg, fiel mir auf, dass der Laden mit japanischen **Lampions** (65) , **Sonnenschirmen** (66) und riesigen **Palmen** (70) geschmückt war.","t16-13-1":"13. — Im ersten Stock gab es nicht viel zu sehen: nur Möbel (*) , **Geldschränke** (67) , **Kommoden** (68) und **Kinderwagen** (69) . Aber der Gesamtblick über den Laden war sehr **unterhaltsam**.","t16-14-1":"14. — Unter uns konnte ich die Musikinstrumente sehen: **Harfen** (71) , **Gitarren** (72) , **Mandolinen** (73) , **Kornette** (74) , **Klarinetten** (75) , Geigen mit ihren **Bögen** (76) und sogar eine **große Trommel** (77) . Etwas weiter, am Schreibwarentisch, feilschte ein **Student** (78) mit dem **Verkäufer** (79) um eine Aktentasche. Neben ihnen konnte ich eine schöne **Fibel** (80) erkennen.","t16-14-2":"Mitten im Laden stand ein hoher **Weihnachtsbaum** (81) , über und über behängt mit Kerzen, Schmuck und Spielzeug jeder Art: **Schaukelpferden** (82) , **Puppen** (83) und so weiter.","t16-14-3":"Die **Parfümerie** (84) mit ihren **Mundwässern** und ihren verschiedenen **Parfüms** verbreitete einen sehr angenehmen Duft, der zu uns heraufstieg.","t16-tit-5":"Wir kaufen etwas.","t16-15-1":"15. — Meinem Großvater wurde die Zeit lang, und so gingen wir die große Treppe wieder hinunter. Er blieb einen Augenblick vor einer **Sternkarte** (85) stehen, die, wie er mir sagte, **Kometen** (a) , **Mond- und Sonnenfinsternisse** (b) , eine Windrose mit den **vier Himmelsrichtungen** (c) **(Norden, Süden, Osten und Westen)**, eine Karte der beiden **Halbkugeln** (d) , die **Planeten** (e) und das **Sonnensystem** (f) zeigte. Ich habe nichts davon verstanden, und mich interessierten viel mehr die betresste Livree eines **Laufburschen** (86) , der vorbeiging, und die hübschen **Fächer** (87) neben mir, bei den **Geldbörsen** (88) und den **Brieftaschen** (89) .","t16-16-1":"16. — Ich bewunderte auf dem Ladentisch auch ein paar **Federn** (90) und **Gürtelschnallen** (91) und die hübschen **künstlichen Blumen** (94) , die anmutig in Körben angeordnet waren. Die **Veilchen**, **Goldlack**, **Hyazinthen** (95) , **Geranien** (96) , **Lilien** (97) und **Kapuzinerkressen** (98) waren sehr gut nachgemacht.","t16-tit-6":"Das Geschenk des Großvaters.","t16-17-1":"17. — Ich bat meinen Großvater, mir eine der **Zahnbürsten** (92) aus einer Schachtel neben den **Haarnadeln** (93) zu kaufen. Er war einverstanden, und ich ging selbst an die Kasse, um meinen Einkauf zu bezahlen, neben der gerade ein großes **Paket** (100) für eine **Kundin** (99) zusammengestellt wurde.","t16-18-1":"18. — Plötzlich entstand ein kleiner Auflauf unter den Leuten, die bei den künstlerischen **Bronzen** (101) standen. Ein **Dieb** (102) war eben von einem **Ladendetektiv** (103) auf frischer Tat ertappt worden, als er jemanden bestehlen wollte. Ein Polizist wurde geholt, um ihn zu **verhaften**, und gerade als wir gingen, wurde der Täter zur Wache abgeführt."}